Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.319,00+0,35% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.871,50+0,65% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.509,00+0,43% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 27.322,00+0,04% Gold: 1.439,55-0,24% EUR/USD: 1,1257-0,04%
Redaktion

Europäische Lösung empfohlen - Positive Reaktionen aus der Industrie

wf Berlin - Die Wirtschaftsweisen empfehlen, den Ausstoß von Treibhausgas zügig zu bepreisen, um die Klimaziele zu erreichen. Dies sei sowohl über einen zusätzlichen Emissionshandel als auch über eine CO2-Steuer möglich. In einem Sondergutachten zur Klimapolitik sprechen sich die Experten dafür aus, dass Deutschland national vorangehen und CO2-Preise für die Sektoren Gebäude und Verkehr einführen sollte, um in Europa glaubhaft verhandeln zu können. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Klimaziele mit marktwirtschaftlichen Lösungen erreichen, wie sie bei der Übergabe des Gutachtens sagte. Das Bundeskabinett plant im September konkrete Maßnahmen für eine Klimawende.

Laut Sachverständigenrat muss ein Preis auf den Ausstoß von CO2 und andere Treibhausgase eingeführt werden. Grundsätzlich plädiert der Sachverständigenrat für eine europäische Lösung. Spätestens bis 2030 solle der Emissionshandel in allen EU-Ländern auf die Sektoren Gebäude und Verkehr ausgeweitet sein. Damit würde ein einheitlicher CO2-Preis über alle Sektoren etabliert.

Die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel erklärte dazu im Interview der Börsen-Zeitung: "Durch einen einheitlichen CO2-Preis sollen zum einen die Akteure ihr Verhalten anpassen und weniger klimaschädliche Gase emittieren, zum anderen sollen Anreize gesetzt werden, in neue Technologien zu investieren. Das reicht aber nicht. Über die CO2-Bepreisung hinaus brauchen wir gezielte Maßnahmen, die klimafreundliche Innovationen und Investitionen befördern. Dabei ist klar: Für die Klimawende benötigen wir sehr große Investitionen."

Aus der Industrie gab es erste positive Reaktionen zur Einführung einer CO2-Steuer. "Wir brauchen in Europa oder in allen Industriestaaten eine CO2-Steuer, die berechenbar langfristig steigt", sagte Frank Appel, als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post Chef des größten europäischen Logistikkonzerns. Volkmar Denner, Chef des weltgrößten Autozulieferers Bosch, erklärte: "Technologie-Offenheit ließe sich über die CO2-Bepreisung fördern, etwa über eine Steuer auf die Treibhausgas-Emission."

- Bericht und Interview Seite 5

Unterm Strich Seite 6

Börsen-Zeitung, 13.07.2019, Autor Angela Wefers, Berlin, Nummer 132, Seite 1, 276 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019132001&titel=Sachverstaendigenrat-plaediert-fuer-CO2-Preis
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook



Serien zu Konjunktur & Politik
Themendossiers zu Konjunktur & Politik
Länderratings


Termine des Tages
Freitag, 19.07.2019

Ergebnisse
American Express: 2. Quartal
BB Biotech: 2. Quartal
BlackRock: 2. Quartal
Fortum: 2. Quartal
Saab: 2. Quartal
Sartorius: 2. Quartal
Schlumberger: 2. Quartal
State Street: 2. Quartal
Stora Enso: 2. Quartal
Vattenfall: 2. Quartal

Hauptversammlungen
VTB Bank




























21

0.196197 s