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Redaktion

Hoffnung auf Belebung im Jahresverlauf schwindet - Verschiebung von Zöllen lässt Dax trotzdem steigen

dh Frankfurt - Die konjunkturellen Erwartungen haben sich vor dem Hintergrund weltweiter Krisenherde und internationaler Handelskonflikte zuletzt merklich eingetrübt. Die Einschätzungen von Analysten und institutionellen Anlegern signalisieren, dass sich die Kapitalmarktteilnehmer auf eine näher rückende Rezession einstellen. Der ZEW-Konjunkturindex für Deutschland ist im August um 19,6 auf -44,1 Zähler eingebrochen - und damit auf den tiefsten Stand seit den Hochzeiten der Staatsschuldenkrise Ende 2011.

Auch die globale Fondsmanagerumfrage von Bank of America Merrill Lynch von Anfang August belegt zunehmende Befürchtungen vor einer Rezession. 34 % der teilnehmenden Fondsgesellschaften gehen davon aus, dass es binnen der kommenden zwölf Monate zu einer weltweiten Rezession kommen wird.

Schließlich spiegelt auch das aktuelle Konjunkturtableau der Börsen-Zeitung Sorgen wider, dass eine Erholung der Euro-Volkswirtschaft im weiteren Jahresverlauf ausbleibt. Es wird damit gerechnet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal leicht geschrumpft ist. Am heutigen Mittwoch wird das Statistische Bundesamt mit einer Schnellmeldung erste Aufschlüsse liefern, ob diese Prognose stimmt.

Als Indiz dafür, dass sich auch jenseits des Atlantiks die Aussichten für die Konjunktur eintrüben, gilt die Inversion der US-Zinsstrukturkurve. Allen bisherigen Rezessionen in den vergangenen 50 Jahren ist eine Inversion der Zinsstrukturkurve im Bereich von drei Monaten und zehn Jahren Restlaufzeit vorausgegangen.

Die Rezessionssorgen trieben die Anleger auch am gestrigen Dienstag in sichere Häfen, wozu auch die Bundesanleihen zählen. Der Bund-Future befand sich im späten Handel mit 26 Ticks im Plus bei 177,70 % und notierte damit nahe seinem im Verlauf erreichten Rekordhoch von 177,84 %. Die zehnjährige Bundrendite lag abends mit -0,61 % nahe dem zuvor erreichten Rekordtief von -0,62 %. Der als Krisenindikator geltende Goldpreis kletterte nachmittags bis auf ein Sechsjahreshoch von 1 534 Dollar, litt später aber unter leichten Gewinnmitnahmen.

Dass der Dax den Handelstag trotzdem im positiven Terrain beendete, hatte mit aktuellen Meldungen aus den USA in puncto Handelsstreit zu tun. Ein von der US-Regierung gewährter Aufschub bei Strafzöllen weckte Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit mit China. Wie das Büro des US-Handelsbeauftragten meldete, verschiebt Präsident Donald Trump die ab nächstem Monat geplanten Zölle von 10 % auf einige ausgewählte chinesische Güter auf Mitte Dezember. Der Dax, der zuvor unter Druck geraten war, drehte ins Plus. Den Handel beendete er mit einem Zuwachs um 0,6 % bei 11 750 Punkten. Zeitweise war er auf 11 539 Punkte gerutscht. Der Euro Stoxx 50 stieg um 0,9 % auf 3 357 Zähler.

- Berichte Seiten 5, 13 und 14

Leitartikel Seite 6

Börsen-Zeitung, 14.08.2019, Autor dh Frankfurt, Nummer 154, Seite 1, 397 Wörter

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Mittwoch, 21.8.2019

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