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Redaktion

Kurs bricht nach zweiter Prognosesenkung ein - CEO Van Bylen unter Druck

cru Frankfurt - Henkel-Vorstandschef Hans Van Bylen senkt nach einem enttäuschenden zweiten Quartal zum zweiten Mal das Jahresziel und bringt damit die Investoren gegen sich auf. Insbesondere das Geschäft mit Haar- und Hautpflege hat schlechter als erwartet abgeschnitten. Beim organischen Umsatzwachstum erwartet der Konsumgüterkonzern und weltweit größte Klebstoffhersteller nun nur noch ein Plus von 0 bis 2 %. Zuvor hatte Van Bylen noch ein Plus von 2 bis 4 % in Aussicht gestellt.

"Henkel ist nicht in der Krise", betonte der Manager trotzig am Dienstag in einer Telefonkonferenz anlässlich der Halbjahresbilanz. "Wir haben die richtige Strategie." Doch auf die mehrmalige Frage, ob die Familie Henkel trotz der sich verschlechternden Entwicklung fest hinter ihm stehe, hüllte sich Van Bylen, der den Konzern seit Mai 2016 führt und seit 35 Jahren für den Familienkonzern arbeitet, in hartnäckiges Schweigen. "Die Misere setzt sich fort", urteilen indes die Analysten von Jefferies. "Die neue große Frage ist, ob die anhaltend schrecklichen operativen Ergebnisse zu dramatischen Veränderungen (wie einem Wechsel im Management oder einer strategischen Prüfung des Kosmetikgeschäfts) führen, was wir kurzfristig nicht erwarten", erklärt Andrew Wood, Branchenexperte bei Bernstein. Das zweite Quartal reihe sich in die Enttäuschungen von Henkel ein, beklagt Wood.

Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie von Henkel wird im Vergleich zu 2018 voraussichtlich stärker schrumpfen als bislang erwartet - nämlich im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der Kurs der Vorzugsaktie sackte zeitweise um 8,1 % auf 84,42 Euro ab - das war der tiefste Stand seit Anfang Juli. Der Börsenwert des Konzerns, der zu 61 % der Familie Henkel gehört, hat sich damit binnen zwei Jahren um ein Drittel auf 15 Mrd. Euro reduziert. "Der hohe Abschlag in der Bewertung gegenüber den Konkurrenten bleibt das einzige Argument dafür, die Henkel-Aktie zu halten", kommentiert Warburg-Analyst Jörg Philipp Frey. Das Unternehmen erwartet nun - anders als zunächst angekündigt - keine Belebung der industriellen Nachfrage nach Klebstoffen. Henkel hat im Klebstoffsegment ein starkes Standbein in der kriselnden Autoindustrie.

- Bericht Seite 7

Personen Seite 12

Börsen-Zeitung, 14.08.2019, Autor Christoph Ruhkamp, Frankfurt, Nummer 154, Seite 1, 327 Wörter

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