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Redaktion

Österreichischer Konzern will aber nicht aufgeben - Osram-Vorstand pocht auf Eigenständigkeit

jh München - Der österreichische Halbleiter- und Sensorikhersteller AMS ist mit seiner freiwilligen Übernahmeofferte für Osram gescheitert. Das am Freitag nach Börsenschluss bekanntgegebene Ergebnis blieb mit 51,6 % klar unter der von AMS festgelegten Mindestannahmeschwelle von 62,5 %. Aufgeben will der Vorstand von AMS mit dem früheren Infineon-Manager Alexander Everke an der Spitze aber nicht. Mit der Unterstützung der eigenen Aktionäre prüfe AMS strategische Optionen, um die Akquisition von Osram weiter zu verfolgen, kündigte AMS an. Basis sei die Position als derzeit größter Aktionär von Osram.

Bis zum 1. Oktober hatte AMS 19,99 % der Osram-Aktien an der Börse erworben. Das war die maximal mögliche Höhe vor den notwendigen Freigaben von Behörden. Für die Käufe dürfte AMS rund 775 Mill. Euro ausgegeben haben (vgl. BZ vom 2. Oktober).

Der Vorstand von Osram, der wie die meisten Aufsichtsräte dem Angebot von AMS skeptisch gegenüberstand, pocht nun auf die Eigenständigkeit des Münchner Lichttechnikkonzerns. "Wir gestalten unsere Zukunft selbst", sagte Konzernchef Olaf Berlien. Er zeigt sich aber auch zum Dialog bereit und lädt den neuen Ankerinvestor AMS zu Gesprächen ein. Darin solle es darum gehen, "wie eine sinnvolle und für beide Unternehmen vorteilhafte Kooperation im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben aussehen könnte".

AMS-Chef Everke verhehlt allerdings nicht seine Absicht, die Kontrolle über das Münchner Unternehmen zu erlangen: "Im Dialog mit Osram wollen wir auf unserer Stellung als größter Aktionär von Osram aufbauen, um weiter den vollen Erwerb von Osram zu verfolgen und so eine solide Zukunft für das Unternehmen zu sichern." Die strategische Logik und die bedeutenden Vorteile der Kombination von AMS und Osram seien weiterhin gültig. Mit Osram will AMS auch die Kundenstruktur ausgewogener gestalten (siehe Grafik). Vor allem die Abhängigkeit von Apple soll sich verringern. Bisher erzielt der österreichische Zulieferer 60 % seines Umsatzes im Konsumentengeschäft mit dem amerikanischen Smartphone-Hersteller. Gemessen am Konzernerlös, sind das 45 %. Apple bezieht von AMS unter anderem die 3-D-Gesichtserkennung.

Starke Kursreaktionen

Die Reaktionen auf das gescheiterte Übernahmeangebot fielen am Freitag im nachbörslichen Handel eindeutig aus: Der Aktienkurs von Osram stürzte zunächst um 8 % auf 37,00 Euro ab. Der Kurs von AMS schoss dagegen um 9,3 % in die Höhe auf 44,00 Euro.

- Leitartikel Seite 6

Börsen-Zeitung, 05.10.2019, Autor Joachim Herr, München, Nummer 191, Seite 1, 359 Wörter

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