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Redaktion

BdB: Ermittler sollen Erfahrungen mit Instituten teilen - Ausufernde Fallzahl

jsc Frankfurt - Die privaten Banken in Deutschland wollen im Kampf gegen Geldwäsche von den verantwortlichen Behörden stärker eingebunden werden. Während eine strengere Bußgeldpraxis, die Rechtssprechung und herabgesenkte Meldeschwellen zu einem starken Anstieg der registrierten Verdachtsfälle geführt hätten, erhielten Banken zugleich zu wenige Informationen und Erfahrungswerte durch Aufseher und Ermittler. Dies sagte Thorsten Höche, Geschäftsführer für Recht und Chefjustiziar des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), am Mittwoch in Frankfurt. Allgemeine Informationen wie Lagebilder und Risikoanalysen seien für Banken wenig hilfreich, um bestimmte Verdachtsfälle adäquat einzuschätzen.

Der Fokus müsse künftig weniger auf der Masse der Daten liegen, sondern auf einem besseren Austausch. "Das ist häufig ein Puzzlespiel: Da liegen Informationen bei Aufsichtsbehörden, bei Ermittlungsbehörden, bei Banken", sagte er. "Das Thema Zusammenarbeit spielt da eine ganz große Rolle." Die im September gegründete "Anti Financial Crime Alliance" (Afca) böte die Chance, die Vernetzung zwischen Behörden und Kreditwirtschaft zu stärken. In dem Gremium sind die beim Zoll angesiedelte Financial Intelligence Unit (FIU), das Bundeskriminalamt und die Aufsicht BaFin ebenso vertreten wie 14 Kreditinstitute, darunter Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank, die Landesbanken LBBW, BayernLB und Helaba sowie die KfW.

Das Wissen der Geldhäuser zu bestimmten Kunden sei mitunter begrenzt - das gelte gerade für Korrespondenzbanken, die im Zahlungsverkehr für andere Institute tätig seien und keinen direkten Kontakt zu den Kunden selbst hegten, wie Tobias Frey, Syndikusrechtsanwalt im Geschäftsbereich Recht, ausführte. Gleichwohl könne eine Korrespondenzbank auf die Praxis der Geldwäscheprävention der Partnerbanken achten und in Einzelfällen die Beziehung beenden, ergänzte Chefjustiziar Höche. Zur Rolle der Deutschen Bank, die für die skandalgeschüttelte Danske Bank als Korrespondenzinstitut tätig war, äußerte er sich jedoch ausdrücklich nicht.

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Bericht Seite 3

Börsen-Zeitung, 10.10.2019, Autor Jan Schrader, Frankfurt, Nummer 194, Seite 1, 270 Wörter

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