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Autosparte belastet die Beteiligungsgesellschaft

cru/ak Frankfurt/Düsseldorf - Indus korrigiert die Ergebnisprognose für 2019 kräftig nach unten, weil der Restrukturierungsaufwand in der Sparte für Fahrzeugtechnik steigt. Der Vorstand setzt die Spanne für das angepeilte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 23 Mill. Euro niedriger als bisher. Die Bergisch Gladbacher Beteiligungsgesellschaft erwartet nun ein Ebit von 129 Mill. bis 135 Mill. Euro anstatt 152 Mill. bis 158 Mill. Euro.

Auslöser ist neben hausgemachten Problemen auch die allgemeine Schwäche der Autoindustrie. Indus hatte sein Gewinnziel bereits im August gekappt. Deshalb reagierten Investoren geschockt. Der Kurs der im SDax enthaltenen Aktie reagierte mit einem Minus von zeitweise 10 % auf 33,90 Euro. Der Börsenwert des Konzerns mit 47 Tochtergesellschaften hat sich damit seit Anfang 2018 nahezu halbiert auf 830 Mill. Euro.

Nach Angaben von Indus sinken die Umsätze im Segment Fahrzeugtechnik seit August auf breiter Front gegenüber dem Vorjahr um rund 20 %. Zudem würden sich die Restrukturierungsaufwände bis zum Jahresende deutlich erhöhen. Darüber hinaus führten die Insolvenz eines nordirischen Kunden und der Marktaustritt eines türkischen Kunden im Bereich der Klimatechnik für Busse zu einmaligen Sonderbelastungen. In der neuen Ergebnisprognose sei der zwischenzeitlich vereinnahmte Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung in Höhe von 16,5 Mill. Euro berücksichtigt. Schon 2018 hatte die Schwäche in der Fahrzeugtechnik den Gewinn auf rund 151 (2017: 152,9) Mill. Euro geschmälert.

Bahntechnik-Übernahme

Unterdessen kündigte Indus die Übernahme des Bahntechnik-Anbieters Dessauer Schaltschrank & Gehäusetechnik GmbH (DSG) an. Die neue Tochter aus Sachsen-Anhalt ist das 47. Unternehmen im Portfolio. Die DSG werde 2019 voraussichtlich rund 10,5 Mill. Euro erwirtschaften und bei Indus das Segment Metalltechnik verstärken - mit einem positiven Einfluss auf die Ebit-Marge. Der Jahresüberschuss der DSG betrug laut Bundesanzeiger im vergangenen Jahr 0,6 Mill. Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 58,5 %. Das Unternehmen stellt Metallteile, Komponenten, Schaltschränke, und Maschinenverkleidungen für Kunden aus der Schienenfahrzeug- und Schiffstechnik, Elektro- und Kommunikationstechnik und Maschinenbau her. Der Zukauf stärke die Blechverarbeitung zusammen mit den Schweizer Indus-Unternehmen Bacher und Hakama.

Börsen-Zeitung, 15.10.2019, Autor cru/ak Frankfurt/Düsseldorf, Nummer 197, Seite 8, 321 Wörter

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