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Redaktion

Finanzdienstleister hält an Jahresprognosen fest

spe Stuttgart - Ungeachtet eines schwieriger werdenden Umfelds hält der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische (W & W) an seinem Ziel fest, im Gesamtjahr 2019 einen Konzernüberschuss im oberen Bereich des Zielkorridors von 220 bis 250 Mill. Euro zu erreichen. Diese Prognose berücksichtige sowohl die zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Risiken als auch die erhöhte Volatilität im Bewertungsergebnis für Wertpapiere und Finanzinstrumente, teilte der Konzern zum Abschluss des dritten Quartals in Ludwigsburg mit. Damit bestätigte W & W seine bereits zum ersten Quartal 2019 (vgl. BZ vom 30.3.2019) abgegebene Ergebniserwartung. Im Vorjahr hatte der Konzernüberschuss noch bei 215 Mill. Euro gelegen.

Wie es weiter hieß, stieg der Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 28 % auf 220,0 Mill. Euro und lag damit über den Erwartungen. Konzernchef Jürgen Junker führt diese Entwicklung auf ein anhaltend operatives Wachstum, ein weiterhin günstiges versicherungstechnisches Ergebnis, Kostendisziplin sowie ein verbessertes IFRS-Bewertungsergebnis von Wertpapieren und Finanzinstrumenten zurück. Dennoch warnte der Vorstandsvorsitzende, dass die weiter abschwächende Konjunktur in Deutschland, Niedrigzinsen, zunehmender Wettbewerb, wachsende Regulatorik und hohe Investitionen in die Digitalisierung W & W sowie die gesamte Branche vor große Herausforderungen stellen würden.

Baufinanzierung legt stark zu

Unterm Strich konnte der Konzern in den ersten neun Monaten sein Baufinanzierungsgeschäft um 15 % auf 4,67 Mrd. Euro steigern. Das starke Wachstum im Geschäftsfeld Wohnen zeigt, dass normale Annuitätendarlehen für W & W immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dagegen konnte das eingelöste Neugeschäft von Bausparverträgen nur um 1,5 % auf 7,99 Mrd. Euro zulegen.

Im Geschäftsfeld Versichern verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung im Berichtszeitraum ein Wachstum der Bruttobeiträge um 5,7 % auf 1,64 Mrd. Euro. Alle Bereiche (Kfz, Firmenkunden und Privatkunden) trugen den Angaben zufolge zu dem Wachstum bei. Die Schadenentwicklung kennzeichnet der Konzern als unverändert sehr erfreulich, was insbesondere auf einen geringeren Aufwand für Elementarschäden zurückzuführen ist. In der Personenversicherung erhöhte die Württembergische Versicherung die gebuchten Bruttobeiträge um 8,7 % auf 1,74 Mrd. Euro.

Als Reaktion auf die Marktveränderungen hat der Konzern bereits vor drei Jahren damit begonnen, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, die in der W & W Brandpool GmbH gebündelt sind. Dabei verbuche insbesondere die Digitalmarke Adam Riese deutliche Vertriebserfolge, die weiterhin über den Erwartungen lägen, wie es in der Quartalsmitteilung heißt. So konnte der Online-Versicherer die Zahl seiner Kunden im abgelaufenen dritten Quartal um 20 000 auf nunmehr nahezu 80 000 steigern.

Börsen-Zeitung, 15.11.2019, Autor Thomas Spengler, Stuttgart, Nummer 220, Seite 4, 384 Wörter

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