Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.590,00-0,55% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.996,50-0,75% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.524,50-0,24% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 26.952,00-0,81% Gold: 1.647,93+0,51% EUR/USD: 1,0899+0,19%
Redaktion

Exekutivdirektor Röseler: Variable Vergütung soll die Ertragslage widerspiegeln

bn Frankfurt - Die Finanzaufsicht erwartet von deutschen Banken in der Bonussaison für 2019 eine Kürzung der variablen Vergütungen. "Eine unserer Erwartungen ist, dass sich in den Boni die Ertragslage der Banken widerspiegelt", erklärt Raimund Röseler, Exekutivdirektor für Bankenaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), im Interview der Börsen-Zeitung. Zumindest müssten Kreditinstitute mit Ertragsproblemen "sehr gut begründen, wenn und warum sie die Boni nicht verringern". Den in der Institutsvergütungsverordnung vorgeschriebenen Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Situation eines Kreditinstituts und der Höhe seiner Boni "bekräftigen wir auch regelmäßig gegenüber den Instituten", sagt er.

Bundesweit setzt Banken im Zinstief ein Ertragsabrieb zu. So ist das Konzernergebnis der Commerzbank in den neun Monaten bis Ende September um 9 % gefallen. Die in einer Restrukturierung steckende Deutsche Bank hat in derselben Zeit für ihre Aktionäre einen Verlust von 4,1 Mrd. Euro produziert nach einem Gewinn von knapp 500 Mill. Euro im vergangenen Jahr. Sie will ihre Boni für 2019 "um bis zu 20 %" reduzieren, wie Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen gemeldet hatte. Für 2018 hatte der deutsche Branchenprimus variabel 1,9 Mrd. Euro an Vergütungen gezahlt.

Angesichts eines "hohen Detaillierungsgrads" der Vergütungsvorgaben macht sich Röseler grundsätzlich für eine Entlastung kleinerer Institute stark: "Es gibt viel Raum für mehr Proportionalität, auf jeden Fall", erklärt er etwa mit Blick auf die Verpflichtung von Banken zur Benennung eines Vergütungsbeauftragten. Die BaFin habe dies auf ihre Agenda gesetzt und fordere, ebenso wie die deutsche Kreditwirtschaft, deutliche Erleichterungen für kleinere Geldhäuser. Allerdings müsse die deutsche Aufsicht dann das Recht haben, im Einzelfall auch strengere Regeln durchzusetzen, schränkt er zugleich ein.

Auf EU-Ebene werde man außerdem über Erleichterungen verhandeln müssen, wenn es an die Umsetzung weiterer Kapitalvorgaben aus Basel III gehe. Konkrete Fortschritte könne es dabei 2021 geben.

- Interview Seite 3

Börsen-Zeitung, 17.12.2019, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 242, Seite 1, 293 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019242001&titel=BaFin-erwartet-von-Banken-Kuerzung-der-Boni
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook



Serien zu Banken & Finanzen
Themendossiers zu Banken & Finanzen


Termine des Tages
Donnerstag, 27.02.2020

Ergebnisse
AB Inbev: Jahr
Aixtron: Jahr
Aston Martin: Jahr
Autodesk: Jahr
Best Buy: Jahr
Beyond Meat: Jahr
British American Tobacco: Jahr
Carrefour: Jahr
Campbell Soup: 2. Quartal
Dassault Aviation: Jahr
Dell Technologies: 2. Quartal
Dürr: Jahr
Engie: Jahr
Kühne + Nagel: Jahr
LafargeHolcim: Jahr
Raiffeisen: Jahresergebnis
Reckitt Benckiser: Jahr
Safran: Jahr
Saint-Gobain: Jahr
Standard Chartered: Jahresergebnis
TAG Immobilien: Jahr
VM Ware: Jahr
Zalando: Jahr

Presse- und Analystenkonferenzen
Bayer: Bilanz-PK
DZ Bank: Bilanz-PK

Hauptversammlungen
Aurubis












21

0.204643 s