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Redaktion

Lieferketten sollen neu ausgerichtet werden - Siemens im Kreuzfeuer der Kritik

mic München - Vorstände und Risikomanager müssen sich verstärkt auch mit Klimarisiken beschäftigen. Dieser Auffassung ist der Allianz-Industrieversicherer AGCS. Sonst "könnte dies die operative Leistung, die Finanzergebnisse und die Reputation ihrer Unternehmen maßgeblich beeinträchtigen", sagte AGCS-Vorstandschef Joachim Müller bei der Vorlage des Risiko-Barometers 2020. Es zeige, "dass Cybergefahren und der Klimawandel die beiden großen Herausforderungen für Unternehmen im neuen Jahrzehnt sind".

Einmal jährlich erfasst die Allianz die Gefahreneinschätzung von Firmen. Weltweit legte die Sorge über den Klimawandel zuletzt prozentual stärker zu als alle anderen wichtigen Risiken. Die Gefahr liegt mittlerweile auf Platz 7, mit 17 % der Nennungen. 2014 rangierte das Risiko aus Sicht der Firmen noch auf Platz 23.

Es sei extrem wichtig, das Thema als Unternehmen zu verstehen, betonte Chris Bonnet, der die AGCS-Sparte ESG Business Services leitet, im Gespräch mit Journalisten. Dabei gehe es nicht nur um potenziell höhere Sachschäden. Es müssten auch Lieferketten neu ausgerichtet, technologische Änderungen abgeschätzt, Auswirkungen auf regulatorischer Ebene beachtet und Reputationsrisiken gemanagt werden.

Die aktuelle Konfrontation zwischen Siemens und der Klimaschutzbewegung Fridays for Future bezeichnete Bonnet als "ein sehr gutes Beispiel, wie sich das Thema Klimawandel auf die Reputation eines Unternehmens auswirken kann".

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte am Sonntagabend erklärt, der Konzern halte an einer Zulieferung für den Bau eines umstrittenen Kohlebergwerks in Australien fest.

Daraufhin bezeichnete die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer dies als unentschuldbaren Fehler. Die Co-Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, sagte, sie habe sich ein anderes Signal erhofft. Der Konzern hätte Vertragsstrafen in Kauf nehmen können, "weil der Rufschaden, der jetzt mit dieser Entscheidung einhergeht, wesentlich größer ausfallen dürfte". In den Bilanzierungsregelungen für Unternehmen müssten auch Nachhaltigkeitsziele verankert werden.

- Nebenstehender Kommentar

Berichte Seiten 3 und 7

Börsen-Zeitung, 14.01.2020, Autor Michael Flämig, München, Nummer 8, Seite 1, 271 Wörter

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