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Redaktion

Ökonomen hatten Schrumpfen befürchtet - Euro-Konjunktur schwächt sich ab

ba Frankfurt - Die deutsche Wirtschaft hat das Jahr 2019 kraftlos beendet. Ökonomen werteten die Stagnation im vierten Quartal dennoch als gutes Ergebnis, waren doch zuletzt Befürchtungen vor einem Schrumpfen der größten Volkswirtschaft im Euroraum aufgekommen, nachdem im Dezember die harten Daten der Industrie schwach ausgefallen waren und auch die Einzelhandelsumsätze enttäuscht hatten.

Die deutsche Industrie steckt seit Jahresbeginn 2018 in der Rezession fest, und Stimmungsindikatoren hatten zuletzt die Hoffnung auf eine Bodenbildung geschürt. Nun sieht es aber so aus, als würde sich die Schwächephase der Industrie noch länger fortsetzen. Dass im vierten Quartal auch der private und der staatliche Konsum erheblich geringer ausgefallen sind als im Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag vermeldete, lässt wenig Gutes für die hiesige Konjunktur erwarten, ist doch der Konsum eine der zuverlässigen Wachstumsstützen.

Insbesondere das schwache Abschneiden der großen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien haben das Wachstum spürbar im Euroraum zum Jahresausklang 2019 belastet. Ökonomen erwarten auch für 2020 keine kräftigere Dynamik, da neben die Handelsstreitigkeiten und die Unsicherheiten über das künftige Verhältnis der EU zu Großbritannien der Coronavirus als weiterer unberechenbarer Risikofaktor getreten ist. Insbesondere eine nachhaltige Störung der Lieferketten und eine über das erste Quartal hinaus anhaltende Wirtschaftsschwäche in China würde die globale Erholung weiter verzögern.

2019 ist die Euro-Wirtschaft um 1,2 % gewachsen. Die EU-Kommission, die in ihrer Winterprognose das Coronavirus als großes Konjunkturrisiko benannt hat, erwartet für 2020 erneut 1,2 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bisher 1,1 % auf dem Zettel. Sie könnte dies aber bei ihren Projektionen, die bei der Zinssitzung im März auf der Agenda stehen, nach unten revidieren. Nachdem EZB-Chefin Christine Lagarde zuletzt betont hatte, die Auswirkungen des Coronavirus würden genau beobachtet, waren Zinssenkungsspekulationen aufgekommen.

- Bericht Seite 5

Börsen-Zeitung, 15.02.2020, Autor Alexandra Baude, Frankfurt, Nummer 32, Seite 1, 282 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020032004&titel=Deutsche-Wirtschaft-stagniert
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