Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 9.349,00-4,60% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.484,00-3,13% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.624,50-4,29% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 20.864,00-4,51% Gold: 1.589,66+0,76% EUR/USD: 1,0949-0,70%
Redaktion

DAS CFO-INTERVIEW
Finanzchef von Telefónica Deutschland hält Verzicht nur längerfristig für denkbar

hei München - Angesichts der anhaltenden Diskussion über den weiteren Einsatz von Technik des chinesischen Ausrüsters Huawei im Telekommunikationsnetz warnt Telefónica Deutschland davor, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Wenn die Chinesen nicht nur im 5G-Funknetz ausgeschlossen werden, sondern auch im Kernnetz oder bei den Vorgängerstandards 3G und 4G ein Rückbau fällig würde, dann "reden wir in der Branche über Milliardenkosten", sagte Finanzvorstand Markus Rolle im Interview der Börsen-Zeitung.

Der Münchner Mobilfunkanbieter hat Rolle zufolge rund die Hälfte der Funktechnik von Huawei und "einen relevanten Anteil" auch im Kernnetz. Ein Rückbau könnte niemals kurzfristig geschehen, zumal dann alle Netzbetreiber hierzulande betroffen wären. "Sie können nicht halb Deutschland lahmlegen". Im Zuge von längerfristigen Ersatzinvestitionen sei ein Verzicht auf Huawei dagegen "finanziell verdaubar".

Jedoch bekräftigte der Manager den Plan, an den Chinesen als Ausrüster festzuhalten. Auch für die weitere Zusammenarbeit mit einem anderen wichtigen Partner ist Rolle optimistisch. "Wir gehen davon aus, dass wir auch der logische Partner von 1&1 Drillisch für die Zukunft sind", erklärte er mit Blick auf den Einstieg der United-Internet-Tochter als Netzbetreiber bei 5G. Bisher bezieht 1&1 erhebliche Netzkapazitäten bei Telefónica Deutschland. Zuletzt gab es jedoch Streit über die Konditionen. Auch im Falle eines künftigen Roamings bei 5G für 1&1 sieht Rolle "keinen Anpassungsbedarf bei den Preisen", wie er betont.

Gespräche führt Telefónica Deutschland derzeit auch mit der Bundesnetzagentur. Hier hofft das Unternehmen auf eine "mögliche Nachfrist" zur Erfüllung der Netzausbauauflagen, die 2019 verfehlt wurden, um Sanktionen zu vermeiden. Für den Netzausbau steht ein neues Darlehen der Europäischen Investitionsbank über 450 Mill. Euro zur Verfügung, mit dem das Unternehmen die Finanzierungskosten "im Mix nochmals nach unten" gedrückt hat - deutlich unter 2 %, so Rolle.

- Interview Seite 8

Börsen-Zeitung, 22.02.2020, Autor hei München, Nummer 37, Seite 1, 278 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020037005&titel=Branche-befuerchtet-hohe-Kosten-bei-Bann-von-Huawei
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook

Unternehmensbereich: Telefónica Deutschland Holding AG
Übersicht Kurse / Charts Redaktionelle BerichteResearch
Ad-hoc FinanzanzeigenAktionärsstrukturDirectors’ Dealings
Termine Wertpapiersuche Audio / Video


Serien zu Unternehmen & Branchen
Themendossiers zu Unternehmen & Branchen


Termine des Tages
Donnerstag, 2.4.2020

Ergebnisse
Edag Engineering: Jahr
Grenke: Neugeschäft 3. Quartal
Hella: 3. Quartal
KfW: Bilanz-PK
Rocket Internet: Jahr
Stratec: Jahr
Voltabox: Jahr
Walgreens Boots Alliance: 2. Quartal

Hauptversammlungen
Emmi
Iberdrola
Telia
Zehnder












21

0.383960 s