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Redaktion

Im Finanzwesen zeichnet sich mehr Heimarbeit ab - Aber auch Vorbehalte

fir Frankfurt - Heimarbeit wird im Finanzwesen infolge der Coronakrise voraussichtlich an Bedeutung gewinnen. Zwar gehen die Meinungen in der Branche auseinander, wie eine Umfrage der Börsen-Zeitung zeigt, doch dürfte nicht nur der jüngste Vorstoß von Arbeitsminister Hubertus Heil, das Recht auf Homeoffice per Gesetz festzuschreiben, zur Verbreitung beitragen.

Beleg gegen Präsenzkultur

Nach den Erfahrungen aus der Krise, die einen drastischen Anstieg der Heimarbeit erzwungen hat, werden sich liebgewonnene alte Strukturen kaum mehr durchgängig und allerorten aufrechterhalten lassen. Die Krise habe das Argument widerlegt, Mitarbeiter müssten im Büro erscheinen, weil das Arbeiten von zu Hause nicht möglich sei, sagt Carola Burkert vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Hinzu kommt, dass manches Institut versucht sein dürfte, das Filialnetz auszudünnen, weil Kunden sich in Zeiten Corona-bedingter Filialschließungen daran gewöhnt haben könnten, ihre Bankgeschäfte elektronisch abzuwickeln.

Die Pandemie hat die Zahl der Bank- und Sparkassen-Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten, oft auf ein Vielfaches der ursprünglichen Werte anschwellen lassen. Allein in der Deutschen Bank arbeiten in Spitzenzeiten 60 000 der aktuell rund 87 000 Mitarbeiter im Homeoffice, berichtet ein Sprecher. Das sind dreimal so viele wie vor der Krise. Der Anteil schwankt ihm zufolge allerdings je nach Region stark. "So kommen wir beispielsweise aufgrund des strikten Lockdown-Szenarios in Indien in Mumbai derzeit auf nahezu 100 % Homeoffice. Das ist hingegen in Deutschland wegen der geöffneten Filialen der Deutschen Bank und der Postbank nicht zu erreichen."

Das IAB schätzt, dass in den klassischen Bürojobs im Vergleich mit der Zeit vor der Krise bis zu 30 % der Angestellten zusätzlich von zu Hause arbeiten könnten. Demnach hatten in unternehmensnahen Dienstleistungsberufen, zu denen die Finanzbranche zählt, bereits zuvor 43 % der Mitarbeiter immerhin die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.

Kontakte zu Kollegen fehlen

Nicht überall trifft das auf Wohlgefallen. "Homeoffice über längere Zeit kann nur zweite Wahl sein, insbesondere im Hinblick auf das Wir-Gefühl", sagt etwa der Vorstandschef der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, Andreas Schulz. Und ein Sprecher der Oberbank verweist auf die Erfahrung, dass Mitarbeiter lieber im Büro arbeiten würden, weil ihnen der Kontakt zu den Kollegen fehle.

- Berichte Seite 3

Börsen-Zeitung, 01.05.2020, Autor Tobias Fischer, Frankfurt, Nummer 84, Seite 1, 344 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020084005&titel=Krise-staerkt-Homeoffice-auf-Dauer
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