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Redaktion

Coronakrise trifft R+V - Gegen Abwrackprämie zugunsten der Autoindustrie

ski Frankfurt - Die Coronakrise veranlasst die DZ Bank, ihre Gewinnprognose für dieses Jahr ad acta zu legen. Das erste Quartal hat das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken auf Konzernebene mit einem Verlust von rund 130 Mill. Euro vor Steuern abgeschlossen. Für das Gesamtjahr war Ende Februar ein Ergebnis von 1,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden. Nun werden zwar immer noch deutliche schwarze Zahlen erwartet, aber selbst ein Gewinn von 1 Mrd. Euro gilt aus heutiger Sicht als nicht mehr erreichbar, wie die Co-Vorstandsvorsitzenden Uwe Fröhlich und Cornelius Riese im Gespräch mit der Börsen-Zeitung sagen. Ursache für den Quartalsverlust war die Kapitalmarktentwicklung. Vor allem Aktienkursverluste sorgten bei der Versicherungstochter R+V für eine Belastung von 400 Mill. Euro. Operativ läuft das Geschäft der Gruppe gut.

In puncto Vorsorgebedarf für Kreditrisiken sieht das Führungsduo der DZ Bank bisher keine Auffälligkeiten, gibt sich aber auch keinen Illusionen hin. Mit einem deutlichen Anstieg der Risikovorsorge sei im Jahresverlauf zu rechnen. Endgültig beschlossen haben die Gremien der DZ Bank derweil eine virtuelle Trennung von operativem Geschäft und Holdingfunktion. Die rechtliche Aufspaltung der Bank ist damit vom Tisch.

Im Gespräch äußern sich Fröhlich und Riese auch zum geplanten EU-Wiederaufbaufonds über 500 Mrd. Euro. Es gelte, Solidarität zu beweisen. Deutschland habe größere Spielräume als andere Länder, doch dürfe es nicht um einen reinen Geldversand an nationale Haushalte gehen. Trotz ordnungspolitischer Bedenken: Ganz ohne Zuschüsse werde es nicht gehen, zumal sich bei Krediten die Frage der Glaubwürdigkeit hinsichtlich der Rückzahlungsfähigkeit hoch verschuldeter Staaten stelle.

Angesprochen auf den Ruf der coronageplagten deutschen Wirtschaft nach weiteren Staatshilfen wie einer von der Autoindustrie geforderten Abwrackprämie sagt Fröhlich: "Wir halten nicht viel von branchenspezifischen Stützungsmaßnahmen." Gefragt seien Zukunftsinvestitionen etwa in die Transformation der deutschen Wirtschaft in Richtung Digitalisierung. Wolle die Politik den Konsum ankurbeln, solle lieber an eine zumindest temporäre Mehrwertsteuersenkung gedacht werden. Das wäre auch eine sozial ausgewogenere Maßnahme, die nicht nur jenen zugutekäme, die sich ein Auto für 50 000 Euro leisten könnten.

- Bericht Seite 3

Wertberichtigt Seite 6

Börsen-Zeitung, 27.05.2020, Autor Bernd Wittkowski, Frankfurt, Nummer 100, Seite 1, 328 Wörter

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Unternehmensbereich: DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main
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