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Redaktion

Verhandlungen mit Gewerkschaften - Zahlungsunfähigkeit droht

lis Frankfurt - Die Lufthansa stimmt Investoren und Mitarbeiter auf eine lange Durststrecke ein. Um die staatlichen Hilfsmittel von 8,7 Mrd. Euro - 3 Mrd. Euro KfW-Kredit und 5,7 Mrd. Euro stille Beteiligung - zurückführen zu können, verordnet das Management dem Unternehmen einen strikten Sparkurs. Investoren können erst wieder nach der Rückzahlung des KfW-Kredits auf eine Dividendenzahlung hoffen, also frühestens 2024.

Noch vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni will CEO Carsten Spohr eine Einigung mit den Gewerkschaften über eine deutliche Senkung der Personalkosten. Für Mittwoch nächster Woche sei dazu ein Tarifgipfel geplant. "Wir wollen die Wahrscheinlichkeit, dass die Hauptversammlung zustimmt, maximieren, dazu werden die Aktionäre Zugeständnisse der Mitarbeiter hören wollen." Auf der außerordentlichen HV müssen die Aktionäre einer Kapitalerhöhung unter Bezugsrechtsausschluss zustimmen, damit der Staat im Zug des Rettungspakets mit 20 % bei Lufthansa einsteigen kann. In der Einladung zur HV heißt es, "ohne die Stabilisierungsmaßnahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds wäre die Gesellschaft aller Voraussicht nach innerhalb weniger Tage zeitnah zur außerordentlichen Hauptversammlung zahlungsunfähig".

Die Lufthansa wird in den kommenden Jahren in deutlich kleinerem Zuschnitt unterwegs sein. 2021 sollen noch 300 der 763 Flugzeuge geparkt sein, 2022 noch 200. Erst 2023 werde das Angebot wieder auf Vorkrisenniveau sein, allerdings soll die Flotte dauerhaft um 100 Maschinen schrumpfen. Das allein macht bei 138 000 Mitarbeitern rund 10 000 Stellen überflüssig. Ziel der Verhandlungen mit den Gewerkschaften sei es, durch Teilzeit und Einkommenssenkungen betriebsbedingte Kündigungen so weit wie möglich zu vermeiden.

Neben den Mitteln, die die Bundesregierung der Lufthansa bewilligt hat, könnten insgesamt 2 Mrd. Euro aus der Schweiz, Österreich und Belgien fließen, wo Lufthansa Tochtergesellschaften hat. Diese würden aber wahrscheinlich verrechnet, so dass nur 7 Mrd. Euro aus Deutschland kämen, rechnete Spohr vor.

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Bericht Seite 9

Börsen-Zeitung, 04.06.2020, Autor Lisa Schmelzer, Frankfurt, Nummer 105, Seite 1, 284 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020105006&titel=Lufthansa-muss-sparen-und-schrumpfen
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