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Redaktion

KOMMENTAR - T-MOBILE US
Des einen Leid ist bekanntlich mitunter des anderen Freud. Die Liquiditätsklemme von Softbank, die den japanischen Geschäftspartner zwingt, nach Wegen eines vorzeitigen Ausstiegs aus der gemeinsamen Tochter T-Mobile US zu suchen, gereicht der Telekom zum Vorteil. Hatte sie bisher nur ein Vorkaufsrecht, falls Softbank dereinst hätte Aktien verkaufen wollen, so kann sie dieses Recht für einen wesentlichen Teil von Softbanks T-Mobile-US-Aktien nun zu einem selbst bestimmten Zeitpunkt oder auch sukzessive binnen vier Jahren ausüben.

Damit sichert sich der Bonner Konzern auch über den Ablauf der Shareholder-Vereinbarung mit Softbank hinaus in jedem Fall die Mehrheit der Stimmrechte bei T-Mobile US, die dann wieder der Aktienmehrheit entspricht. Außerdem konnte sich die Telekom einen attraktiven Preis sichern, denn 44 % der Aktien aus dem Besitz von Softbank, die der Call-Option unterliegen, kann sie später zum heutigen Preis kaufen. Der Vorteil wird umso größer, je mehr die Börsenstory der Konsolidierung am US-Mobilfunkmarkt bei den Anlegern verfängt. Zum Teil hat die Telekom auch dies selbst in der Hand, wenn die Integration schnell und reibungslos gelingt und die Wachstumsversprechen eingelöst werden.

Bisher ist der Markt optimistisch. Die T-Mobile-US-Aktie hat seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert gewonnen, der Überhang von rund 200 Millionen Papieren beeindruckt den Kurs bisher kaum. Die T-Aktie selbst legt sogar zu. Dies, obwohl die Telekom wissen lässt, dass sie den Erwerb weiterer T-Mobile-US-Aktien, die sie Softbank abkauft, womöglich nicht in Geld, sondern mit eigenen Aktien bezahlen wird.

Es geht um große Summen. Selbst zum aktuellen Kurs müssten für die 8 % an T-Mobile US, die Softbank nach dem Teilausstieg bleiben und auf die die Telekom zugreifen kann, gut 10 Mrd. Dollar hingeblättert werden. Die kann der Bonner Konzern, dessen Ratingspielraum ausgereizt ist, so bald nicht aufbringen. Später muss für einen Teil der Papiere zudem der Marktpreis gezahlt werden. Dann wird es wohl noch deutlich teurer.

Will die Telekom das Paket Stück für Stück in Cash bezahlen, muss sie sparen: bei Investitionen und bei der Dividende, die dann erst mal bei 0,60 Euro zementiert sein dürfte. Darüber hinaus hat der Konzern allerdings noch die Möglichkeit, Mittel freizusetzen, quasi umzuschichten. Schon länger ist von einem Verkauf oder IPO bei T-Mobile NL oder den Mobilfunktürmen die Rede. Durch den neuen Deal mit Softbank hat die Telekom dafür die nötige Zeit gewonnen.


Börsen-Zeitung, 24.06.2020, Autor Heidi Rohde, Nummer 118, Seite 1, 373 Wörter

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