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Redaktion

Spanien mit minus 18,5 Prozent am stärksten betroffen

ba Frankfurt - Die Wirtschaft im Euroraum ist infolge der Corona-Pandemie im zweiten Quartal so kräftig eingebrochen wie noch nie - selbst nach der Lehman-Pleite ging es nicht so steil bergab. Laut der Erstschätzung des Statistikamts Eurostat ist das BIP im Euroraum um 12,1 % zum Vorquartal eingebrochen. Ökonomen hatten mit diesem kräftigsten Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995 gerechnet, nachdem es schon im Startquartal ein Minus von 3,6 % gegeben hatte. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wirtschaft um 15,0 % abgesackt (siehe Grafik).

Das BIP befinde sich nun auf dem Niveau von 2005. Innerhalb von zwei Quartalen wurden 15 Jahre Konjunkturgeschehen zurückgesetzt, errechnet die DZ Bank, um zu zeigen, wie anstrengend und langwierig der Weg zurück zum Vorkrisenniveau wird. Es gibt aber zwei Punkte, die Ökonomen positiv stimmen: Der Einbruch fiel zum einen nicht ganz so kräftig aus wie zu Beginn der Lockdowns befürchtet und die Konjunkturdaten für Mai und Juni zeigen, dass die Erholung eingesetzt hat. Allerdings, so warnen sie zugleich, sei diese angesichts steigender Infektionszahlen rückschlaggefährdet.

Im Vergleich der großen Euro-Länder ist Deutschland mit einem Minus von 10,1 % zum Vorquartal noch vergleichsweise glimpflich davongekommen. Da die hiesige Wirtschaft stark exportorientiert ist, hängt die Erholung aber auch davon ab, wie es den wichtigsten Handelspartnern geht. Und da sieht es mit Blick auf die anderen großen Volkswirtschaften im Euroraum düster aus.

In Frankreich, Nummer 2 für Exporte von Waren "Made in Germany", verzeichnete die Wirtschaft ein Minus von 13,8 %. Laut nationalem Statistikamt Insee sind Konsum, Außenhandel und Investitionen eingebrochen. In Italien und Spanien, Nummer 6 und 12 der Hauptabnehmerländer, kommt zudem die Misere im eminent wichtigen Tourismusgeschäft zum Tragen. Die beiden Südländer waren auch besonders stark vom Ausbruch des Coronavirus betroffen und große Hoffnungen ruhen auf den Geldern aus dem europäischen Wiederaufbaufonds. In Spanien ist die Wirtschaft mit -18,5 % am kräftigsten abgestürzt, Italiens Minus wird mit 12,4 % angegeben.

- Bericht Seite 5

Börsen-Zeitung, 01.08.2020, Autor Alexandra Baude, Frankfurt, Nummer 146, Seite 1, 315 Wörter

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