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Redaktion

DAS CFO-INTERVIEW
CFO will Umsatzeinbußen aufgrund der Sanktionen gegen Huawei durch andere Geschäfte kompensieren

sck München - Infineon, Deutschlands größter Halbleiterkonzern, sorgt sich um die Weltwirtschaft angesichts des verschärften Handelskonflikts zwischen den USA und China. "Die zunehmende internationale Fragmentierung sehen wir mit Sorge, denn globale Herausforderungen, wie der Klimawandel oder die Corona-Pandemie, können nur global gelöst werden", sagt Finanzvorstand Sven Schneider im Interview der Börsen-Zeitung. Er bezeichnet das Dax-Unternehmen als klaren "Verfechter von Globalisierung und internationalem Wettbewerb". Sanktionen und Zölle seien daher "nicht die richtigen Mittel".

Schneider warnt davor, dass die EU auf lange Sicht in der Auseinandersetzung der beiden größten Volkswirtschaften der Welt um die globale Führungsrolle ins Hintertreffen geraten könnte: "Europa muss aufpassen, in dem Wettstreit um die Technologieführerschaft zwischen den USA und China nicht zerrieben zu werden."

Der CFO räumt ein, dass Infineon unmittelbar von diesem Konflikt im Geschäft betroffen sei. Er deutet an, dass der Konzern drohende Umsatzeinbußen aufgrund der Sanktionen Washingtons gegen den Kunden Huawei kompensieren könne durch Geschäfte mit anderen Abnehmern. Infineon beliefert den chinesischen Technologiekonzern, der ins Visier der Trump-Administration geraten ist, mit Komponenten. "Wir nehmen die Einhaltung der geltenden Vorschriften sehr ernst. Unser Kundenportfolio ist aber sehr diversifiziert. Dabei ist auch wichtig zu beobachten, wie künftig durch die US-Behörden die Lizenzierung der Produkte für Huawei gehandhabt wird."

Für die Führung von Infineon ist der Handelskrieg ein hochsensibles Thema, hatten doch erst im Frühjahr Peking und Washington der Übernahme des kleineren US-Wettbewerbers Cypress zugestimmt.

China macht fast 30 % des Konzernumsatzes aus. Aus der umstrittenen Politik der kommunistischen Führung hält sich das Management heraus: "Wir fühlen uns in China sehr gut aufgestellt. Die Möglichkeiten sind in dem Land weiter gut (. . .). Wir wollen durch positives Wirken gestalten, öffentliche Belehrungen anderer sind nicht unser Weg." Schneider rechtfertigt den hohen Kaufpreis von 9 Mrd. Euro für Cypress mit den Expansionsmöglichkeiten, die sich mit der Akquisition böten. "Wir verbreitern mit Cypress unser Produktportfolio komplementär." Nach dem Erwerb ist Infineon gesättigt. "Wir sind gut aufgestellt und planen keine weiteren großen Akquisitionen (. . .). Kleinere Käufe zur Arrondierung unseres Know-hows schauen wir uns (. . .) an."

Trotz eines starken Gegenwinds aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet Infineon auf Einschnitte, wie es ihre Großkunden aus der Autoindustrie machen. Schneider begründet dies damit, dass der Konzern schon vor Ausbruch der Seuche "frühzeitig auf die Bremse gedrückt" habe. Infineon reduzierte den Umfang der Kurzarbeit. Er erwartet, dass sich das Autogeschäft erholt.

- Interview Seite 8

Börsen-Zeitung, 19.09.2020, Autor Stefan Kroneck, München, Nummer 181, Seite 1, 387 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020181005&titel=Infineon-spuert-Auswirkungen-des-US-Handelskriegs-mit-China
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