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Redaktion

Algorithmusbasiertes Portfoliomanagement mit digitaler Datenplattform - Anleger, nicht Musterportfolien bestimmen Präferenzen

Die Assetmanagement-Branche steht vor weitgehenden Herausforderungen, unter anderem wegen des gestiegenen Kosten- und Preisdrucks. Die Bewältigung der Folgen der Covid-19-Pandemie wird die Wirtschaft noch einige Zeit beschäftigen. Dazu kommt die geopolitische Verunsicherung, die nicht zuletzt bedingt durch globale Handelsstreitigkeiten den Welthandel und Investitionen bremst. Sehr niedrige oder gar negative Zinsen scheinen ein Dauerzustand zu sein. Dazu kommen drei Megatrends von existenzieller Bedeutung für die Branche: Digitalisierung, Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit.

Investmentimpulse setzen

Digitalisierung bedeutet dabei nicht nur einfach technologischen Fortschritt, sondern eine tiefgreifende Veränderung des bestehenden Wirtschaftsmodells und unserer Gesellschaft. Nutzerorientiertes und folgerichtig nutzerzentriertes Denken ist dafür elementar, denn nur eine kontinuierliche Auswertung von Daten ermöglicht es, die Bedürfnisse der Kunden nicht nur schnell zu erkennen und analysieren zu können, sondern darauf aufbauend auch Investmentimpulse zu setzen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Digitalisierung viele Branchen grundlegend verändert und neue unternehmerische Innovationen geschaffen. Auch die Finanzbranche wurde mit disruptiven Technologien und internetbasierten Lösungen konfrontiert. Fintechs, also Unternehmen, die innovative Technologien mit Finanzdienstleistungen verbinden, revolutionieren seitdem den Markt. Die Branche wächst dynamisch, wodurch sich beständig neue Geschäftsmodelle und Segmente entwickeln. Besonders dynamisch hat sich der Markt der Robo-Advisor entwickelt, also Fintechs, die über eine Plattform eine digitale, weitgehend automatisierte Vermögensverwaltung anbieten.

Hohes Marktpotenzial

In Deutschland haben sich in den zurückliegenden beiden Jahren rund 30 Anbieter involviert, die aktuell rund 4 Mrd. Euro Assets under Management (AuM) verwalten. Analysten sehen ein hohes Marktpotenzial, der deutsche Markt soll bis zum Jahr 2025 auf rund 25 bis 35 Mrd. Euro wachsen. Dies gilt auch für Europa, das verwaltete Vermögen soll sich bis zum Jahr 2023 auf rund 108 Mrd. Euro erhöhen.

Bei einer Analyse der im deutschen Markt aktiven digitalen Vermögensverwalter ergibt sich, dass diese, um eine möglichst geringe Kostenquote zu erreichen, überwiegend vorgefertigte Musterportfolien mit Hilfe einer Allokation diverser ETFs (Exchange Traded Funds) anbieten. Um aber die individuellen Präferenzen und die Risikobereitschaft sowohl von privaten als auch institutionellen Anlegern zu berücksichtigen, ist ein weiterführender, innovativer Ansatz erforderlich, den wir mit unserem eigenentwickelten, auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden System (LAIC Advisor®) nach meiner Überzeugung erfolgreich umgesetzt haben. Bei dem Ansatz des LAIC Advisors wird der Schwerpunkt in der Allokation in einem sechsstufigen Analyseprozess auf die tägliche Bewertung von ca. 10 000 aktiv gemanagten Publikumsfonds, rund 400 ETFs und 5 000 Einzelaktien gelegt.

Verlusten vorbeugen

Oberstes Ziel ist es, das Risiko jedes Portfolios zu minimieren und drohenden Marktverlusten vorzubeugen. Dafür berechnet der LAIC Advisor täglich mit Hilfe verschiedener mathematischer Methoden und unter Einsatz künstlicher Intelligenz das Marktrisiko und das Risiko jedes einzelnen Fonds und ETFs. Dazu prognostiziert er die Schwankungen jedes einzelnen Investments sowie deren Verhalten untereinander, um einen hohen Grad an Diversifikation zu gewährleisten.

Diese Ergebnisse fließen in die Berechnung der Risikomanagementparameter Value at Risk (VaR) und Expected Shortfall ein. Die Fähigkeit des LAIC Advisor ist es also, täglich über 2 000 000 Datenpunkte zu den Investments seines Universums zu speichern, diese objektiv mathematisch zu analysieren und daraus zu lernen sowie, wenn aus Risikogesichtspunkten nötig, Umschichtungsvorschläge zu unterbreiten.

In Abgrenzung zum Wettbewerb führt der LAIC Advisor die täglichen Risikobetrachtungen und Prognosen nicht nur auf Portfolioebene durch, sondern auch auf Marktebene. Dies, in Kombination mit einem dynamischen Handelssystem und liquiden Portfolien, ist einzigartig. Sollte beispielsweise eine neue Marktlage prognostiziert werden, kann der LAIC Advisor innerhalb von nur einem Handelstag das Portfolio umfassend umschichten.

Grundlage des LAIC Advisors war die Realisierung unserer seit dem Jahr 2018 neu aufgebauten Digital Asset Plattform 4.0. Sie steuert mittlerweile sämtliche Prozesse im Unternehmen. Dafür wurde eine vollständig cloudbasierte Lösung entwickelt, in die Stand heute rund 35 Softwaresysteme und knapp 40 Partner integriert und Schnittstellen entwickelt wurden. Dadurch ist ein vollautomatisierter, qualitätsgesicherter Datenaustausch möglich. Daneben wurde in der Cloud ein Data Warehouse 4.0 konzipiert, wodurch Terabyte von Daten kostengünstig gespeichert, aber vor allem fast in Echtzeit über die Cloud abgerufen werden können und dadurch eine überdurchschnittliche Skalierung er-möglicht wird.

Seit April im Einsatz

Der LAIC Advisor wird seit dem Marktstart am 1. April 2020 bereits in mehreren Produkten eingesetzt: Erstens können vermögende Anleger in Individualdepots nach ihren Präferenzen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Regionen oder Branchen und insbesondere deren Risikobereitschaft beziehungsweise deren Risikoklasse nach Mifid II (Markets in Financial Instruments Directive) investieren. In Summe werden so in den Individualdepots über 60 000 mögliche Anlagestrategien ermöglicht. Zweitens wurden fünf digital gesteuerte Mischfonds in den Risikoklassen 3, 4 und 5 aufgelegt. Und drittens bieten wir seit August mit zwei Versicherungspartnern als White-Label-Lösung die erste durch digitale Mischfonds gesteuerte, fondsgebundene Rentenversicherung als Altersvorsorgelösung im deutschen Markt an. Darüber hinaus wurden Portfoliolösungen für institutionelle Kunden entwickelt, insbesondere für das Depot-A-Geschäft von Banken und Sparkassen. Der Produktstart ist ab Oktober 2020 geplant.

In Summe wird deutlich, dass der LAIC Advisor als digitale und risikooptimierte Portfoliomanagement-Lösung weit über den gegenwärtigen Marktstandard der Abbildung von Musterportfolien hinausgeht. Er ermöglicht privaten als auch institutionellen Anlegern Individuallösungen und ist in verschiedenen Produkten und damit auch unterschiedlichen Vertriebswegen skalierbar.

Achim Plate, Chief Executive Officer der Lloyd Fonds AG

Börsen-Zeitung, 26.09.2020, Autor Achim Plate, Chief Executive Officer der Lloyd Fonds AG, Nummer 186, Seite B 6, 810 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020186809&titel=LAIC-Advisor---Individuelle-Portfoliooptimierung-mit-KI
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