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Redaktion

Am Thema Digitalisierung kommt niemand mehr vorbei - Schnelles und entschiedenes Handeln ist in Zeiten von Corona gefragt

Wenn Sie mich fragen, was mir die Corona-Pandemie bisher persönlich gebracht hat, kann ich ehrlich sagen: eine deutlich bessere Fitness. Durch den wochenlangen Lockdown sind für mich auf einmal etliche Dienstreisen, Termine und persönliche Treffen weggefallen. Das wiederum führte dazu, dass ich plötzlich wieder die Zeit hatte, mehrmals pro Woche Joggen zu gehen. Das tat gut. Aber mal Spaß beiseite: Die Corona-Pandemie ist ein immens einschneidendes Ereignis, das uns voraussichtlich dauerhaft beschäftigen und so schnell auch nicht wieder verschwinden wird.

Corona macht vieles schneller

Was aber bedeutet die Corona-Pandemie für uns als Sparda-Bank geschäftlich in den nächsten Jahren? Ich weiß es nicht, vieles lässt sich noch nicht vorhersehen. Was sich jedoch bereits herauskristallisiert: Corona hat vieles schneller gemacht. Sei es in der Gesellschaft, in der Art unseres Zusammenlebens oder auch im Geschäftsleben. Nehmen wir nur einmal das Thema Digitalisierung, das ja fast schon stellvertretend für den Wandel steht, den Corona in allen unseren Lebensbereichen angeschoben hat. Unternehmen, die sich vor der Pandemie noch nie mit der Digitalisierung ihres Geschäfts beschäftigt hatten, wird nun deutlich vor Augen geführt: Am Thema Digitalisierung kommt niemand mehr vorbei, jetzt ist schnelles und entschiedenes Handeln in diesem Bereich gefragt.

Zum Glück ist das ein Thema, dessen wir uns schon vor vielen Jahren angenommen haben. Lange vor Corona. Wir füllen den Begriff Digitalisierung mit Leben und wollen ihn in unser Geschäftsmodell integrieren.

Nun zu den Prozessen im geschäftlichen Miteinander, die schneller geworden sind, und zu der Bedeutung, die sie für uns als Bank haben. Ich möchte dazu noch einmal eine kleine persönliche Geschichte erzählen. Jahrelang habe ich die Sonntagsbrötchen für die Familie in einer kleinen traditionellen Bäckerei bei uns ums Eck gekauft. Und jahrelang habe ich für die Brezeln, Milchwecken, Körnerbrötchen oder Croissants in bar bezahlt. Weil es dazu gar keine Alternative gab. Doch dann kam Corona. Und mit der Krise begann die Ära des bargeldlosen Bezahlens in der kleinen Bäckerei. Plötzlich konnte ich selbst für zwei Brezeln im Wert von nur 1,40 Euro mit EC-Karte bezahlen. Karte gezückt - fertig!

Gewohnheiten ändern sich

So schnell ändern sich Gewohnheiten - aber auch Bezahlsysteme und Kundenservice. Angesichts von Corona verzichten immer mehr Menschen darauf, ihre Einkäufe mit Bargeld zu begleichen. Das beweist nicht nur meine kleine Beobachtung aus dem privaten Umfeld. In einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom versuchen 75 % der Befragten, Zahlungen mit Bargeld sooft wie möglich zu vermeiden. 71 % der Befragten gaben zudem an, sie wünschen sich mehr Möglichkeiten, kontaktlos zu bezahlen.

Die Sparda-Bank erfüllt ihren Kunden genau diesen Wunsch: mit Hilfe der Kontaktlos-Funktion bei allen BankCards (Debitkarten). Diese Funktion ermöglicht es den Kunden, künftig bei Zahlungen mit der BankCard an entsprechend gekennzeichneten Lesegeräten den Bezahlvorgang abzuschließen, ohne die Karte in das Lesegerät einstecken zu müssen. Es genügt, die BankCard an das Lesegerät zu halten. Vor allem bei Beträgen bis 50 Euro dauert der Bezahlvorgang damit nur ein paar Sekunden und ist deutlich schneller als die sonst übliche Form des Bezahlens.

Willen zum Wandel

Die Sparda hat sich schon früh der Themen "bargeldlos" und "kontaktlos" angenommen und sie befürwortet - jetzt in dieser so einschneidenden Zeit profitieren die Kunden von diesem Willen zum Wandel und der konsequenten Handlungsbereitschaft unserer Bank. Wir sind überzeugt: Jede Krise bringt die negativsten und positivsten Seiten unserer Gesellschaft zum Vorschein. So auch in der Corona-Pandemie. Über die unerfreulichen Begleiterscheinungen möchte ich hier gar nicht sprechen. Ich glaube, die sehen Sie selbst auch. Da müssen wir nur in die Richtung von Verschwörungstheoretikern und sogenannten Querdenkern schauen.

Wir möchten lieber dabei mithelfen, die positiven Seiten der Gesellschaft zum Glänzen zu bringen - zum Beispiel in der Beziehung zu anderen Menschen, in unserem Fall in der Beziehung zum Kunden. Banken haben in dieser Krise - anders als in der Finanzkrise von 2008 - die Chance, bestehende Kundenbeziehungen zu stärken und somit das Image der Branche weiter zu verbessern. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Eine aktuelle deutschlandweite Umfrage der Boston Consulting Group bringt zum Vorschein, dass 54 % der Kunden mit der Art und Weise, wie ihre Bank mit der Krise umgeht, zufrieden sind - nur 6 % sind dies nicht.

Starke Kundenbeziehung

Die Beziehung zu unseren Kunden war schon immer stark - stärker als anderswo. Nicht umsonst sind unsere Kunden laut Kundenmonitor Deutschland regelmäßig die zufriedensten aller Filialbanken in Deutschland. Es ist diese Beziehung, die wir stetig hegen und pflegen. Dass der Kunde stets im Mittelpunkt steht, ohne Wenn und Aber, ist für uns keine leere Worthülse.

Wollen Sie ein Beispiel? Um die Vielfalt unserer vielen Produkte und Leistungen in den Griff zu bekommen, bündeln wir künftig Kontakt- und Vertriebswege innerhalb einer Produktkategorie in einen Prozess. Die Kunden starten beispielsweise den Prozess zur Baufinanzierung auf ihrem Smartphone, setzen ihn am Mittag in der Filiale fort und schließen abends alles auf dem Tablet ab.

Die Verbindung zu unseren Kunden halten wir auch über unser dicht verzweigtes Filialnetz in Baden-Württemberg. Das ist nicht überall so in Deutschland, vor allem aktuell nicht. Angesichts von Corona haben viele Banken ihr Filialnetz stark verkleinert. Zugegeben: Einen Monat lang - von 19. März bis 19. April - waren auch unsere 38 Filialen geschlossen. Doch danach sind alle wieder an den Start gegangen - bis auf eine, in Karlsruhe-Mühlburg. Bei ihr haben wir uns gegen die Wiedereröffnung entschieden, weil die nächste nur wenige Kilometer entfernt liegt. Das fünfköpfige Mitarbeiterteam haben wir auf andere Filialen in der Umgebung verteilt, niemand wurde entlassen.

Den Status quo von vor Corona einfach wiederherzustellen - das ist einfach und einfallslos, werden Sie nun denken. Ja, da haben Sie recht, wer so denkt, vergibt tatsächlich eine große Chance. Nämlich die, sich auch auf diesem Feld konsequent in Richtung Zukunft auszurichten. Und das tun wir. Wir haben diese Vorwärtsbewegung bereits vor einigen Jahren gestartet - und sind nun bestens dafür gerüstet, in dieser schnellen Zeit nochmals einen Gang höher zu schalten.

Bankfilialen bleiben wichtig

Wir waren immer davon überzeugt: Die physische Nähe zum Kunden ist extrem wichtig. Qualität und Quantität in der Versorgung mit Finanzdienstleistungen sind an die räumliche Distanz zwischen Filiale und Unternehmen gekoppelt - vor allem im Kreditgeschäft. Wir wollen mit unseren Kunden in Verbindung bleiben, wo immer es geht, gerade in diesen Zeiten. Und dabei bildet die Bankfiliale einen Anker vor Ort, auf den wir nicht verzichten wollen.

Dort findet zum Beispiel auch weiterhin das persönliche Beratergespräch statt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein Girokonto bei uns komplett online zu eröffnen und sofort zu nutzen. Mit Hilfe einer Video-Legitimation kann der Kunde seine digitale Unterschrift unter den Antrag setzen, ohne diesen per Hand unterzeichnen und postalisch einsenden zu müssen. Diese sogenannte qualifizierte elektronische Unterschrift (QES) kann zudem für weitere Verträge genutzt werden - für den digitalen Anlage-Assistenten MeinInvest und den Easy Credit.

Oder nehmen wir unsere Videoberatung. Auch hier erleben die Kunden unsere Beraterinnen und Berater ganz persönlich - egal, ob es um das eigene Girokonto geht, um Anlageberatung für Bestandskunden der Union Investment, um Baudarlehen oder andere Servicethemen. Übrigens: Durch unsere Videoberatung konnten wir während des Corona-Lockdowns alle unsere Bankgeschäfte beibehalten.

Natürlich nicht zu vergessen: das ganz persönliche Finanzierungsportal "SpardaMyBaufi". Damit können Kunden ihre Finanzierung nahezu komplett digital abwickeln. Sie können ihre Finanzierungen digital berechnen, einen Finanzierungsvorschlag auswählen, ihre Unterlagen fotografieren und hochladen oder das Darlehen online beantragen.

Wir beseitigen Hindernisse

Welchen Weg auch immer unsere Kunden nutzen, um uns nahe zu sein: Wir räumen alle Hindernisse aus dem Weg. Konsequent, entscheidungsfroh und ohne Angst vor der Zukunft. So, wie man sich in dieser Krise am besten verhalten sollte, um vorwärtszukommen.

Martin Hettich, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Baden-Württemberg

Börsen-Zeitung, 17.10.2020, Autor Martin Hettich, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Baden-Württemberg, Nummer 200, Seite B 7, 1237 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020200809&titel=Entscheidungsfroh-und-ohne-Angst-in-die-Zukunft
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Donnerstag, 29.10.2020

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