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Redaktion

Beide Finanzierungsarten ergänzen sich perfekt - Lösungen müssen heute vielfältig und smart sein und sich nach dem Kundenbedarf richten

In vielen Branchen sind die Umsätze durch die Coronakrise drastisch eingebrochen. Unternehmen mussten einen Crashkurs in Sachen Digitalisierung absolvieren: Von null auf Homeoffice in wenigen Tagen. Und parallel irgendwie liquide Mittel beschaffen. Der folgende Beitrag befasst sich damit, was gerade jetzt bei der Finanzierung beachtet werden sollte.

Lahmende Konjunktur und beschränkter Zugang zu Liquidität für manche Branchen: Das setzt den Mittelstand auch in Baden-Württemberg weiter unter Druck. Wenn Umsätze einbrechen, Betriebskosten aber weiterlaufen, bringen Kredite nur bedingt etwas. Denn auch in Krisenzeiten muss investiert werden. Liquide bleiben, das steht für viele Unternehmen derzeit an oberster Stelle. Dafür können Unternehmer auch auf alternative Finanzierungsformen wie Factoring oder Leasing zurückgreifen und sich so breiter aufstellen. Factoring sorgt dafür, dass sie schnell flüssig sind. Leasing schont ihre Ressourcen und ihr Eigenkapital. Ein cleverer Mix aus Factoring und Leasing macht sich daher gerade in der Krise bezahlt. Denn beide Instrumente bringen Liquidität. Und sie verschaffen den notwendigen Handlungsspielraum in bewegten Zeiten. Und das muss nicht kompliziert sein. Mit einem global tätigen Finanzierungsexperten wie Grenke geht beides sehr einfach, schnell und persönlich - von Unternehmer zu Unternehmer.

Zahlungseingang - ein Tag

Mit Factoring kommen Unternehmer nicht nur sofort an ihr Geld. Factoring schützt sie auch zu 100 % vor Zahlungsausfällen. Sie erhalten - gerade in schwierigen Zeiten besonders wichtig - planbare und schnelle Zahlungseingänge. So machen sie sich unabhängig vom Zahlungsverhalten ihrer Kunden. Denn das Ausfallrisiko trägt der Factoringgeber.

Der Unternehmer verkauft seine Forderungen einmalig oder fortlaufend. Und erhält sofort den Rechnungsbetrag. Durch den Verkauf von Forderungen an einen spezialisierten Dienstleister gewinnt er zusätzliche Liquidität und Handlungsspielraum. Den kann er dafür einsetzen, beispielsweise seine Einkaufsbedingungen zu verbessern: Skonti auszuhandeln und zu nutzen. Und da der Dienstleister auch das Mahnwesen übernimmt, verbessern sich die Zahlungsziele. Trotzdem kann er das Mahnwesen individuell über den Dienstleister steuern (zum Beispiel Frequenz der Mahnbriefe, Ansprache) und auf seine Kunden ausrichten. Denn langjährig in der Praxis erprobtes professionelles Forderungsmanagement lässt sich flexibel gestalten und zahlt sich für den Auftraggeber aus.

Viele Vorteile sind inbegriffen: Rechnungen der Lieferanten zeitnah begleichen, Skonto im Einkauf realisieren, den Kunden längere Zahlungsziele einräumen. Mit dem Verkauf der Forderungen scheiden diese zudem aus der Bilanz aus. Factoring wirkt also bilanzverkürzend. So erhöht sich die Eigenkapitalquote. Das kann Kreditkonditionen positiv beeinflussen. Ein besonderer Trumpf: Factoringnehmer gelten dank ihrer Zahlungsfähigkeit als solventere Partner. Erlöse aus dem Factoring ermöglichen es, Lieferantenverbindlichkeiten zu senken oder Kredite abzulösen. Gerade für Dienstleistungen, die nicht leasingfähig sind, ist Factoring ideal.

Und für alles andere? Anstelle von hohen Invests und dadurch totem Kapital lieber Objekte smart mit planbaren Raten nutzen. Die Leasingraten lassen sich über die laufenden Umsätze bezahlen. Und leasen kann man fast alles: Homeoffice-Ausstattung, Videokonferenz-Tools, ERP-Systeme (ERP - Enterprise Resource Planning), digitale Kassensysteme oder Praxisausstattung.

Fünf Vorteile durch Leasing

1. Pay as you earn Leasing finanziert sich fast von selbst, da die Raten parallel zur Nutzung und zum Umsatz anfallen. Der Finanzierungsaufwand verteilt sich optimal auf die Nutzungsdauer. Einfallsreiche Finanzierungspartner beschäftigen sich zudem seit geraumer Zeit mit Pay-per-Use, der nutzungsabhängigen Abrechnung von Leasingobjekten. Pay-per-Use-Modelle eröffnen völlig neue Möglichkeiten. Denn damit können Unternehmer den Kapitaleinsatz auf Basis der tatsächlichen Nutzung weiter optimieren. Und ganz neu sind flexible Zahlungsmöglichkeiten im Leasing: für Unternehmen mit Saisongeschäft wie zum Beispiel die Eventbranche oder die Landwirtschaft. So können Unternehmen, deren Geschäft starken jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, flexible Leasingverträge mit angepassten saisonalen Raten vereinbaren. Wer gerade mehr verdient, zahlt mehr. Wer weniger verdient, zahlt weniger.

2. Extrem planungssicher Leasing steht für planbare Raten anstelle hoher Kapitalbindung: Trotzdem haben viele die Vorteile noch nicht erkannt. Auch Zins- oder Ratingveränderungen wirken sich nicht aus. Denn Ratenhöhe und Vertragslaufzeit sind von Anfang an klar.

3. Jederzeit liquide Leasing verschafft quasi Liquidität und Ertrag aus der Substanz des Unternehmens. Denn langfristig in Anlagen und Maschinen gebundenes Kapital wird aktiviert. Der Pluspunkt: Das finanzielle Polster bleibt unangetastet. Finanziert wird das Leasingobjekt vom Leasinggeber. Der Leasingnehmer profitiert von einem größeren Spielraum für künftige Entscheidungen, und er senkt seine Abhängigkeit von Kreditinstituten.

4. Vertraglich immer individuell und digital Leasing richtet sich nach den Bedürfnissen des Leasingnehmers - sei es bei der Laufzeit, Amortisation und Zahlungsweise -, ist immer flexibel auf die wirtschaftlichen Besonderheiten eines Unternehmens angepasst. Eine schnelle und einfache Abwicklung? Das wird auch im B2B-Geschäft heute erwartet, wie man es als Konsument gewohnt ist. Von der Anfrage bis zur Finanzierungsentscheidung sollten nur noch Minuten vergehen. Mit digitalen Signaturverfahren können Verträge anschließend digital und zeitsparend unterzeichnet werden. Grenke bietet solche digitalen Services. Seit der Einführung 2015 haben wir mehr als 150 000 Leasing-Verträge digital abgewickelt. Im zweiten Quartal 2020 wurden knapp 30 % der Verträge über das E-Signature-Verfahren abgeschlossen. Das ist nicht nur schnell, sondern spart auch Ressourcen - und das schon lange vor Corona.

5. Steuerlich vorteilhaft Da Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar sind, ist auch das gerade in Krisenzeiten förderlich. Punktum: Zu einer modernen, krisenfesten Unternehmensfinanzierung gehört es einfach dazu.

Im Team ergänzen sich Factoring und Leasing in der Finanzierung also perfekt: Mit Factoring können Mittelständler ihr laufendes Geschäft finanzieren. Außerdem schont die Finanzierungsfunktion die Liquidität, zum Beispiel zur Begleichung von Leasingraten. Durch den Ausfallschutz kann es eine mögliche Existenzgefährdung vermeiden. Leasing dagegen ermöglicht auch in der aktuellen wirtschaftlichen Situation dringend notwendige Investitionen. Und bei größerem Betriebsmittelbedarf kann auch ein Bankkredit helfen. Leasing kombiniert mit Factoring und Bankkrediten kann also die ideale Krisenfinanzierung für kleine und mittelständische Unternehmer sein.

Ein ganzheitlich agierender Finanzierungsspezialist bietet seinen Kunden all das: persönliche Beratung, schnelle und einfache Abwicklung bei unterschiedlichen Arten der Finanzierung und unternehmerische Unterstützung. Er weiß genau, was sie als Unternehmer brauchen. Lösungen müssen heutzutage vielfältig und smart sein und sich nach dem Kundenbedarf richten. Denn Kunden möchten ihre Ideen umsetzen und weiter wachsen. Der Dienstleister sollte ihnen den Rücken freihalten, damit sie sich nicht um komplexe Finanzierungsdetails kümmern müssen - auch wenn sie sich finanziell vielleicht gerade Land unter wähnen.

Dominic Möhrmann, Vice President Sales bei der Grenke AG

Börsen-Zeitung, 17.10.2020, Autor Dominic Möhrmann, Vice President Sales bei der Grenke AG, Nummer 200, Seite B 9, 969 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020200811&titel=Leasing-und-Factoring---ein-unschlagbares-Team
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Mittwoch, 21.10.2020

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