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Redaktion

Transformation entzweit Management und Belegschaft bei VW und Daimler

scd Frankfurt - Mit der Harmonie, die die deutsche Autoindustrie in ihrer schwersten Krise der vergangenen Jahrzehnte ausgestrahlt hat, ist es vorerst vorbei. Bei Volkswagen soll der Disput über Personalia im Vorstand zwischen Konzernchef Herbert Diess und den Arbeitnehmervertretern neu aufgebrochen sein, auch wenn Betriebsratschef Bernd Osterloh entsprechende Berichte bestreitet. Unbestritten ist, dass zwischen den Arbeitnehmervertretern des Stuttgarter Autobauers Daimler und der Konzernführung derzeit Eiszeit herrscht. Der Vorstand um CEO Ola Källenius beharrt darauf, dass für das geplante Kompetenzzentrum Elektromobilität (Mercedes-Benz Drive Systems) im Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim die Produktion schrumpfen müsse. Der Betriebsrat wehrt das ab mit Verweis auf frühere Vereinbarungen.

Das Management will Untertürkheim zwar als Entwicklungsstandort für Antriebstechnologien halten und die Kompetenzen im Bereich E-Mobilität ausbauen. Dafür müsse aber die Flächengestaltung angepasst werden. Andernfalls müsse man alternative Standorte in Erwägung ziehen, heißt die indirekte Drohung an die Arbeitnehmervertreter, die Gespräche zur Transformation des Standorts abgebrochen haben. Das Tischtuch scheint zerschnitten. Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht bezeichnete das Management unlängst als "absolut beratungsresistent". Aus Sicht der Daimler-Führung dürfte es sich umgekehrt darstellen.

Die gestartete Transformation zur E-Mobilität muss eher beschleunigt werden. In Europa drohen verschärfte Emissionsvorgaben. Zudem steigt die Förderung der E-Mobilität in Deutschland und anderswo weiter. In den Vereinigten Staaten, wo dem Verbrenner unter Präsident Donald Trump ein längeres Leben prognostiziert worden war, will sein designierter Nachfolger Joe Biden das Steuer bald herumreißen und stärker auf Emissionsreduktion setzen. Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund eines sich nur sehr langsam erholenden globalen Automarktes (siehe Grafik). Neue Konflikte scheinen da programmiert.

- Bericht Seite 8

Börsen-Zeitung, 26.11.2020, Autor Sebastian Schmid, Frankfurt, Nummer 228, Seite 1, 250 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020228005&titel=Ende-der-Harmonie-in-der-Automobilbranche
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