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Redaktion

Marktbericht

Leitindex verliert 0,2 Prozent – Starke Schwankungen in Wirecard – RWE auf Vierjahreshoch
 Börsen-Zeitung, 25.3.2019

dm Frankfurt – Mit weiteren Kursverlusten sind die Aktienbörsen in die neue Woche gestartet. Und dies, obwohl der viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland  im März überraschend um 0,9 Punkte auf 99,6 Zähler stieg. Es war der erste Anstieg nach sechs Rückgängen in Folge. Dies hob den Blue-Chip-Index Dax zwar in die Pluszone, doch gaben die Kurse im weiteren Handelsverlauf wieder nach. Am Ende des Xetra-Handels notierte der Dax bei 11 346,7 Punkten und damit 0,2 % niedriger. Die Benchmark der Eurozone, der Euro Stoxx 50, sank um 0,1 % auf 3 302,4 Zähler.

Schwächer tendierten konjunktursensitive Titel wie Infineon (−2,3 % auf 18,79 Euro) und Finanzwerte: Deutsche Bank gaben um 0,7 % auf 7,23 Euro nach und im MDax Commerzbank um 0,9 % auf 6,84 Euro.

Größere Kursschwankungen zeigten erneut die Aktien des Zahlungsverkehrsdienstleisters Wirecard, die ohne neue kursrelevante Nachrichten zeitweise bis auf fast 93 Euro abrutschten, sich aber wieder erholten und mit 99 Euro unverändert aus dem Handel gingen. 
Unter Druck standen auch die Papiere von Bayer, die um 2,9 % auf 57,59 Euro sanken. Hier wirkte eine weitere Niederlage in einem Prozess um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup in den USA nach. Eine Studie der Bank of America hält Schadenersatz- oder Vergleichszahlungen zwischen 1 und 5 Mrd. Dollar für möglich. Am Montag meldete Bayer, sich mit dem US-Partner­ Janssen in Klagen bezüglich des Gerinnungshemmers Xarelto mit Klägern in einem Vergleich über 775 Mill. Dollar geeinigt zu haben. Die beiden Partner wollen die Kosten je hälftig übernehmen. Laut Bayer erfasst  der Vergleich „nahezu alle der rund 25 000 anhängigen Klagen“ in den USA. 

Zu den Gewinnern im Dax zählten die Aktien des Versorgers RWE, die um 2,4 % auf ein Vierjahreshoch von 24,33 Euro anzogen. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux teilt die Erwartungen des Marktes jedoch nicht, Analyst Ingo Becker hält die Erwartungen an Kompensationszahlungen im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg für viel zu optimistisch. Aufwärts ging es auch für Fresenius (+1,8 % auf 47,09 Euro) und FMC (+1,8 % auf 69,62 Euro).
Unter den Nebenwerten fielen ProSiebenSat.1 auf, die auf den tiefsten Stand seit Ende 2011 fielen und  4,4 % tiefer auf 13,39 Euro schlossen. Händler verwiesen auf die zunehmende Konkurrenz durch Streaming-Dienste. So steigt auch der US-Elektronikriese Apple in das Video-Streaming-Geschäft ein. Koe­nig & Bauer leiden immer noch unter schwachen Geschäftszahlen aus der Vorwoche und gaben um 5,5 % auf 37,18 Euro nach.

Aufwärts ging es in Mailand mit den Aktien von Fiat Chrysler, die um 2 % auf 13,03 Euro zulegten. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass sich Peugeot (−2,9 % auf 21,12 Euro) für den italienisch-amerikanischen Autobauer interessiert habe. In London sprangen die Aktien des Satellitenherstellers Inmarsat um 9,2 % auf 552,6 Pence. Ein Pri­vate-Equity-Konsortium will das Unternehmen für 3,4 Mrd. Dollar in bar übernehmen.

URL zum Artikel: http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=326&typ=1

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