Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.047,50+0,83% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.847,00+0,25% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.363,00+1,11% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 25.610,00+0,43% Gold: 1.287,02+0,19% EUR/USD: 1,1210+0,01%
Redaktion

Marktbericht

Vor allem Autowerte unter Druck – Strategen halten Aufwärtspotenzial des Aktienmarkts für begrenzt
Von Christopher Kalbhenn
Hoffnungen, dass die Aktienmärkte  wieder an ihre furiose Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn wieder anknüpfen könnten, haben in der abgelaufenen Woche einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Insbesondere die mit dem Huawei-Boykott eingetretene Verhärtung der Fronten im Handelskonflikt zwischen den USA sorgten für Verunsicherung. Zudem spitzte sich mit dem von der britischen Premierministerin Theresa May das Brexit-Chaos zu, ein harter Brexit ist nochmals wahrscheinlicher geworden. Und auch die enttäuschenden Stimmungsindikatoren wie der Ifo- und die Markit-Indizes lieferten nicht gerade den Stoff für eine Aktien-Rally.
Für den Dax war erneut der schwergewichtete Autosektor eine Hypothek. Mit einer Einbuße von 5,2% war sein Subindex das schwächste  Stoxx-Branchenbarometer der Woche. Insgesamt war das Wochenminus des Dax von 1,9% auf 12011 Zähler angesichts der sich auftürmenden Belastungsfaktoren aber auch nicht wirklich dramatisch.
Allerdings sind die Aussichten auf steigende Notierungen an den Aktienmärkten in nächster Zeit durch die erneute Eintrübung des Umfeld nicht unbedingt besser geworden. Einige Strategen gehen davon aus, dass sich das Aufwärtspotenzial des Aktienmarkts bis auf weiteres in Grenzen halten dürften. Die Landesbank Baden-Württemberg geht zwar davon aus, dass es zu einer Einigung im Handelskonflikt kommen wird. Die jüngsten Einlassungen hätten eine rasche Einigung aber weniger wahrscheinlich gemacht. „Der Freude über die verschobenen Zölle auf deutsche Autos sollte man sich indes nicht zu sehr hingeben: Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben“, so das Institut, dass mit einer Fortsetzung der Konsolidierung an den Aktienmärkten rechnet und den Dax zum Jahresende bei 11 500 Punkten erwartet.
Angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfelds und nach der starken Kursentwicklung werde die Luft an den Aktienmärkten vorerst dünner, so die DZ Bank. Daneben sei die Bewertung seit Jahresanfang stärker angestiegen. Die bekannten Risiken (unter anderem Zollpolitik, drohender harter Brexit, zunehmende politische Turbulenzen in EU-Kernländern) verhinderten zunächst einen stärkeren Anstieg der Aktienmärkte und könnten auch immer wieder zu Rückschlägen führen, so das Institut, das den Dax zum Jahresende bei 12700 Zählern erwartet.
Auch die Helaba rechnet mit einer Einigung und verweist zudem unter anderem darauf, dass der negative Trend der Gewinnprognoserevisionen der Analysten gedreht hat. Mittlerweile zögen die Erwartungen für die Nettoergebnisse der kommenden zwölf Monate wieder leicht an. Dies biete Raum für weiter steigende Notierungen. Der gewachsene (geo)politische Einfluss auf das Geschehen an den Finanzmärkten werde aller Voraussicht nach zwar in den kommenden Monaten zu einer höheren Schwankungsbreite führen. „Es wäre aus unserer Sicht allerdings verfrüht, bei Aktien die Reißleine zu ziehen“, so die Bank, die den Dax zum Jahresende bei 13200 erwartet.
 

URL zum Artikel: http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=326&typ=1

BZ Artikel twittern



























22

0.119332 s