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Redaktion

Marktbericht

Index legt um 2,2 Prozent zu – SAP nach Prognosesenkung fest
ck Frankfurt – Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft haben den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag Auftrieb verliehen. Am frühen Nachmittag kam es zu einem vorübergehenden Rückschlag, nachdem in den USA ein über Erwarten starker Anstieg der wöchentlichen  Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bekannt gegeben worden war. Der Dax sank bis auf 10 312 Zähler und damit in den Minusbereich. Anschließend zogen die Märkte wieder an, nachdem die US-Notenbank ein 2,3 Bill. Dollar schweres Kreditprogrammpaket u. a. für kleine und mittelgroße Unternehmen, Bundesstaaten und Kommunen angekündigt hatte. Der Dax stieg bis auf 10 650 und damit auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen, ehe er mit einem Plus von 2,2 % bei 10 565 Punkten schloss.
SAP legten um 4,8 % auf 110 Euro zu. Dabei gab das Software-Unternehmen eine negative Prognose ab. Für das laufende Jahr erwartet es nun einen Rückgang des Gewinns im prozentual einstelligen Bereich, nachdem es bislang ein Wachstum von 10 % avisiert hatte. Die Nord/LB reagierte mit einer Kurszielsenkung von 135 auf 122 Euro und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Die Coronakrise  gehe auch an SAP nicht spurlos vorbei. Die umfangreichen Reiserestriktionen verhinderten Implementationen bei Kunden, die hohe Unsicherheit führe zu Auftragsverschiebungen auf Kundenseite, und in Zu­kunft werde wahrscheinlich auch die ein oder andere Kundeninsolvenz belasten. Trotzdem zeige der aktualisierte Ausblick, dass SAP  auf Wachstumskurs bleibe. „Wir gehen sogar da­von aus, dass das Unternehmen langfristig von einem durch die Coronakrise beschleunigten Digitalisierungstrend profitieren wird“, so die Bank.
Im Nebenwertebereich legten Gea um 3,5 % auf 21,50 Euro zu. Die Aktie wurde von Bank of America in einer mit „Nährwert“ überschriebenen Studie mit einem von 21 auf 27 Euro angehobenen Kursziel von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft. Das Institut verwies auf Widerstandsfähigkeit der Endmärkte des Unternehmens, bei dem mehr als 70 % der Endmärkte auf die Nahrungsmittel- und Getränke- sowie auf die Pharmaziebranche entfielen.
In London stiegen Diageo um 3,9 %. Der weltgrößte Spirituosenhersteller strich seine Prognose eines Erlös- und Gewinnwachstums in diesem Jahr und setzte sein 4,5 Mrd. Pfund schweres Aktienrückkaufprogramm aus. Allerdings hielt er an der Auszahlung der Zwischendividende im April fest. Airbus legten um 0,7 % auf 60,24 Euro zu. Die Société Générale senkte das Kursziel für die weiter zum Verkauf empfohlene Aktie von 38 auf 30 Euro.
 

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