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Redaktion

Marktbericht

Intel und Netflix legen Ergebnisse vor – Start der Biden-Amtszeit im Blick
Von Alex Wehnert, Frankfurt – In der neuen Börsenwoche rückt der Start der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden ins Blickfeld der Marktteilnehmer. Die Amtseinführung steht am Mittwoch an. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Biden seinen Plan für das nächste US-Hilfspaket vorgestellt. „Im Wesentlichen war das Programm an den Börsen bereits so eingepreist“, kommentiert Thomas Altmann, Leiter Portfoliomanagement bei der Investmentboutique QC Partners, den Entwurf. Das Ausbleiben positiver Überraschungen reiche dabei aus, um an den Börsen für Abschläge zu sorgen.
Von der Sitzung des EZB-Rats am Donnerstag erwarten Beobachter keine neuen Beschlüsse. Allerdings könnten Diskussionen darüber, wie auf eine nochmalige dynamische Aufwertung des Euro reagiert werden sollte, Interesse wecken. Zudem wird über Fingerzeige der Währungshüter zum digitalen Euro spekuliert. Ein entsprechendes öffentliches Konsultationsverfahren war am 12. Januar zu Ende gegangen.
Derweil nimmt die Berichtssaison für das vierte Quartal 2020 weiter an Fahrt auf. Der Ende der alten Woche begonnene Zahlenreigen der US-Banken setzt sich am Dienstag fort, wenn Bank of America und Goldman Sachs ihre Bücher öffnen. Analysten warten zudem mit Spannung auf die Ergebnisse des Streamingdienstes Netflix zum vierten Quartal, die dieser am Dienstag nach Börsenschluss in New York vorlegt. Zuletzt waren bereits Zweifel an einem weiter rasanten Wachstum aufgekommen, nachdem Netflix im dritten Quartal mit der Zahl neuer Nutzer bereits die eigenen Prognosen unterboten hatte. Zudem herrscht am Streaming-Markt ein harter Konkurrenzkampf, Unterhaltungsriesen wie Warner Media und Walt Disney sind längst mit eigenen Angeboten aktiv. Zuletzt hatte Netflix deshalb eine neue Inhaltsoffensive gestartet, 70 neue Filme sollen 2021 auf der Plattform verfügbar werden.
Auch der Chipriese Intel legt am Donnerstag Zahlen vor. Der US-Konzern war in den vergangenen Jahren technologisch in einigen Bereichen abgehängt worden und hatte in wichtigen Geschäftsfeldern wie PC-Mikroprozessoren Marktanteile eingebüßt. Am vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass Intel den CEO austauscht: Der bisherige Chef des Softwarespezialisten VMWare, Patrick Gelsinger, löst Mitte Februar Robert Swan ab. Auf die Ankündigung des Wechsels an der Konzernspitze hin hatte die Intel-Aktie zunächst kräftige Kursgewinne verzeichnet.

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