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Redaktion

Marktbericht

Aktien britischer Banken geben deutlich nach
ck Frankfurt – Die Londoner Turbulenzen, die der Entwurf des Brexit-Vertrags zwischen der EU und der britischen Regierung ausgelöst hat, haben am Donnerstag deutliche Spuren am britischen Aktienmarkt hinterlassen. Unter Druck gerieten insbesondere Bankaktien sowie Aktien inlandsorientierter Unternehmen wie Eigenheimbauer. Barclays sanken bis auf 160 Pence, den niedrigsten Stand seit September 2016, und schlossen mit einem Verlust von 4,1 % bei 166 Pence, Royal Bank of Scotland büßten sogar 9,6 % ein. Unter den Eigenheimbauern verloren u. a. Persimmon 7,4 %. Der FTSE 100, der von Unternehmen mit weit überwiegenden Auslandsumsatzanteilen dominiert wird,  wurde vom schwachen Pfund gestützt. Er lag phasenweise im Plusbereich und schloss mit einem Minus von 0,1 % bei 7 026 Punkten, während der von inlandsorientierten Unternehmen geprägte FTSE 250 1,6 % auf 18 592 Zähler einbüßte.
Die Citigroup empfahl ihren Kunden am Nachmittag, ihre Aktienpositionen am britischen Aktienmarkt neben einem harten Brexit auch auf einen Wechsel zu einer Labour-Regierung vorzubereiten. Das Institut erwartet eine längere Phase der Unsicherheit und sieht ein erhöhtes Risiko eines Regierungswechsels. Investoren sollen sich der Bank zufolge auf Unternehmen mit geringem  Engagement in Großbritannien, starken Bilanzen und Free-Cash-flow-Überschuss fokussieren.
Auch der Dax wurde von den politischen Turbulenzen in Großbritannien belastet. Nach einem Hoch bei 11 501 schloss der Index mit einem Verlust von 0,5 % bei 11 354 Zählern. Unter Druck standen Automobilwerte. Neben schwachen Neuzulassungszahlen des europäischen Automobilherstellerverbands Acea belastete die Nachricht, dass die chinesische Regierung das Vorhaben, die Steuer auf Fahrzeugkäufe um 50 % zu senken, verworfen hat. Daimler waren mit einem Verlust von 2,4 % auf 51,06 Euro der viertschwächste Dax-Titel. Die Aktie wurde von der Citi­group mit einem von 71 auf 48 Euro gesenkten Kursziel von „Neutral“ auf „Sell“ herabgestuft. Continental waren mit einer Einbuße von 2,4 % der drittschwächste Wert des Dax. Henkel legten nach den Zahlen des Unternehmens um 0,4 % zu.
Bechtle waren mit einem Minus von 6,9 % auf 70,05 Euro das Schlusslicht des MDax. Die Aktie wurde von Kepler Cheuvreux mit einem von 98 auf 76 Euro gesenkten Kursziel von „Buy“ auf „Hold“ zurückgestuft. Die Landesbank Baden-Württemberg wiederum stufte die Aktie auf „Kaufen“ hoch (siehe Bericht auf dieser Seite). Sixt legten als Spitzenreiter im SDax um 4,4 % zu. Der Autovermieter avisierte anlässlich der Vorlage seines Quartalsberichts für das Gesamtjahr einen Anstieg des Vorsteuerergebnisses um zwischen 15 % und 20 %.
 

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