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Redaktion

Marktbericht

Deutsche Post nach Entscheidung über Portoerhöhung gemieden – Kurssprung bei Jenoptik
ku  – Am Handelstag vor der Brexit-Entscheidung des britischen Parlaments haben sich die Anleger am europäischen Aktienmarkt mit Engagement zurückgehalten. Der Dax startete recht freundlich in den Handel und erreichte fast die Marke von 11 000 Punkten, gab dann aber wieder nach. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,3 % bei 10 892 Punkten. Der Euro Stoxx 50 verzeichnete einen Anstieg von 0,4 % auf 3 067 Zähler. Zu schaffen machten dem Dax schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Im vergangenen Jahr betrug das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) lediglich rund 1,5 %. Dies ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren.
Schwach zeigten sich Deutsche Post mit einem Minus von 2 % auf 24,42 Euro. Das Unternehmen darf nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur nicht wie geplant das Porto für einen Standardbrief von 70 Cent auf 80 Cent erhöhen. Bei Briefen darf es lediglich Preiserhöhungen von 4,8 % geben. Dies geht aus einem Schreiben der Bundesnetzagentur hervor, dessen Erhalt die Deutsche Post am Dienstag bestätigt hat. Da die Post bereits mit der erhofften Preissteigerung geplant hat, dürften nun weitere Sparmaßnahmen erforderlich sein. Nach einer Gewinnwarnung im Juni ist die Post derzeit bereits mit einer Sanierung des deutschen Brief- und Paketgeschäft befasst.
Zu den Gewinnern gehörten Nordex mit einem Aufschlag von 1,3 % auf 8,50 Euro. Dem Produzenten von Windkraftanlagen ist es im vergangenen Jahr gelungen, wieder deutlich mehr Aufträge zu ergattern. Nach Angaben des Unternehmens wuchs das Neugeschäft 2018 gemessen an der Leistung der bestellten Anlagen um 73 %.
Hugo Boss verbilligten sich um 2,9 % auf 56,80 Euro. Die Analysten der französischen Großbank Société Générale haben das Kursziel von 62 Euro auf 58 Euro reduziert. Zudem wurden die Gewinnschätzungen unter Verweis auf den erwarteten Abschwung in der Branche zurückgenommen.
Jenoptik verzeichneten einen Kurssprung von 8,6 % auf 26,48 Euro. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe. Die Titel der Deutschen Beteiligungs AG rutschten hingegen um 10 % auf 31 Euro ab. Von dem Unternehmen gab es vorsichtigere Aussagen zur erwarteten Gewinnentwicklung: Die Kursverluste an den Aktienmärkten würden sich negativ bei der Bewertung des Beteiligungsportfolio bemerkbar machen. Zudem haben die Analysten von Kepler Cheuvreux die Aktie von „Hold“ auf „Reduce“ zurückgestuft.
Kion sackten um 4,8 % auf 43,35 Euro ab. Die Analysten der Société Générale rechnen für den Staplerhersteller mit einem sich eintrübenden konjunkturellen Umfeld. Sie haben den Titel von „Buy“ auf „Sell“ zurückgenommen, obwohl sich die Aktie bereits um rund 40 % vom Hoch des Jahres 2018 entfernt hat. 

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