Aktienmärkte geraten unter Druck
Aktienmärkte geraten unter Druck
xaw Frankfurt – Der Aufschwung der europäischen Aktienmärkte ist an Christi Himmelfahrt ins Stocken geraten. Der Dax gab um 1,4 % auf 11 066 Punkte nach, der Euro Stoxx 50 verlor 1,3 % auf 2 904 Punkte. Marktbeobachter verwiesen auf Gewinnmitnahmen und erneut steigende Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China.Indes stützte die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung die Ölpreise. Die Nordseesorte Brent notierte am Abend auf 36,18 Dollar je Barrel, 1,2 % mehr als tags zuvor. US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate wurde zeitweise zu 33,85 Dollar gehandelt und damit 1,1 % über Vortagesniveau. Zuletzt waren die Lagerbestände in den USA zurückgegangen, was für eine bessere Stimmung am Markt sorgte.An den Devisenmärkten zog die türkische Lira vorübergehend leicht an, konnte ihre Gewinne jedoch nicht halten. Abends mussten für einen Dollar 6,7983 Lira bezahlt werden und damit 0,2 % mehr als am Vortag. Die türkische Zentralbank griff der unter der Coronavirus-Pandemie und dem damit verbundenen Einbruch des Tourismus leidenden Wirtschaft mit einer Zinssenkung unter die Arme. Der Leitzins wurde um 50 Basispunkte auf 8,25 % gesenkt.An den Anleihemärkten nahm Italien über den an Privatanleger gerichteten Italia-Bond das Rekordvolumen von 22,3 Mrd. Euro auf. Die Gelder aus dem bis Mai 2025 laufenden inflationsgeschützten Papier (Kupon: 1,4 %) sollen zur Krisenbewältigung eingesetzt werden.Argentinien steht möglicherweise in Kürze vor dem neunten Zahlungsausfall in der Geschichte des Landes. Eine entsprechende Frist für die Begleichung von Zahlungsverpflichtungen aus Anleihen läuft heute ab. Das Land befindet sich derzeit mit Gläubigern in Verhandlungen über die Restrukturierung von Schulden. Das ist aber noch nicht in trockenen Tüchern. Es geht um Auslandsschulden in Höhe von 65 Mrd. Dollar. – Berichte Seiten 7 und 24