Anleger fliehen in sichere Bonds
Anleger fliehen in sichere Bonds
kjo Frankfurt – An den Anleihemärkten sind zum Wochenauftakt die sicheren Häfen angesteuert worden. In der Folge kam es zu Renditerückgängen. Der Grund für das verstärkte Nachfragen von Staatsanleihen, insbesondere in den USA, war eine Explosion im New Yorker Stadtteil Manhattan. Die Ursache der Detonation, die sich mitten im morgendlichen Berufsverkehr am Busbahnhof Port Authority ereignete, sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Einige U-Bahnlinien seien evakuiert worden. Der lokale Fernsehsender WABC berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, möglicherweise sei eine Rohrbombe in einer Unterführung explodiert. In Medienberichten war von mehreren Verletzten die Rede. Ein Mann, der möglicherweise einen weiteren Sprengsatz bei sich getragen habe, sei in dem Tunnel festgenommen worden, berichtete ein weiterer TV-Sender. New Yorks Bürgermeister sprach später von einem versuchten Terroranschlag. Auktion in den USA im BlickDie Anleger steuerten den sicheren Hort der amerikanischen Staatsanleihen, die sogenannten Treasuries, an. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatspapiere fiel im Verlauf bis auf 2,35 % zurück nach 2,38 % am vorigen Freitag. Im späteren US-Handel lag sie dann bei 2,38 %. Im weiteren Verlauf konzentrierten sich die Marktteilnehmer auch auf die anstehende Auktion von US-Staatsanleihen. Das Treasury wollte 12 Mrd. Dollar über die Langläufer, d.h. die 30-jährigen Staatstitel, aufnehmen.Ein etwas erhöhtes Sicherheitsdenken trieb auch die Kurse der Bundesanleihen nach oben. Der Bund-Future mit Dezember-Fälligkeit bewegte sich in der Spanne von 163,37 % bis 163,78 % und war im späten europäischen Handel bei 163,60 % mit 12 Ticks im Plus. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel bis auf 0,28 % zurück und lag im späten europäischen Geschäft bei 0,29 %. Am vergangenen Freitag rentierte das Benchmark-Papier der Eurozone noch mit 0,31 %.