Anleger gehen wieder ins Risiko

Hoffnung auf Entspannung im Handelsstreit - Dax nahe der 12 000er-Marke

Anleger gehen wieder ins Risiko

sts Frankfurt – Investoren hoffen weiterhin auf eine Lösung in dem von US-Präsident Donald Trump angezettelten globalen Handelsstreit. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China, nachdem sich zuletzt schon Ausnahmen etwa für die EU-Staaten abzeichneten. Die Hoffnungen auf Entspannung übertrugen sich in eine risikofreudigere Stimmung an den globalen Kapitalmärkten, wovon insbesondere Aktien profitierten. Mit Enttäuschung aufgenommene Daten zur Verbraucherstimmung sowohl in der Eurozone als auch in den USA perlten vor diesem Hintergrund an den Märkten ab.Die europäischen Aktienmärkte setzten ihre Erholung mit kräftigen Kursgewinnen fort. Der Euro Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone stieg um 1,2 % auf 3 317 Punkte, während der Dax die Marke von 12 000 Punkten nicht bis zum Handelsschluss halten konnte. Der wichtigste deutsche Aktienindex stieg bis auf 12 043 und schloss bei 11 971 Zählern, womit er einen Tagesgewinn von 1,6 % verbuchte. Auch die US-Börsen legten im frühen Geschäft deutlich zu und bauten damit ihre Gewinne vom Wochenauftakt aus. Am Montag hatten die wichtigen US-Indizes mit jeweils rund 3 % so stark wie seit August 2015 nicht mehr zugelegt.Auslöser für den Stimmungsumschwung sind Zollverhandlungen zwischen China und den USA. China ließ am Dienstag verlauten, es bemühe sich um Verhandlungen und hoffe auf eine vernünftige Einstellung der USA. Einige Börsianer warnen aber, die Erholung könne von kurzer Dauer sein. Schließlich sei Trump als unberechenbar einzustufen, hieß es.Die insgesamt freundliche Stimmung an den Kapitalmärkten setzte den Euro als Finanzierungswährung etwas unter Druck. Die Gemeinschaftswährung notierte im späten europäischen Geschäft 0,4 % niedriger mit 1,2399 Dollar. Unterdessen stieg der Preis für die wichtigste Ölsorte Brent zeitweilig über 71 Dollar je Barrel.