Bitcoin-Kurskapriolen verstärken sich
Bitcoin-Kurskapriolen verstärken sich
ck Frankfurt – Die Kurskapriolen der Kryptowährung Bitcoin verstärken sich zusehends. Nach einem Vortagsschluss von 6 874 sackte die Währung, die im Dezember noch auf Höhen von nahezu 20 000 gestiegen war, bis auf 5 921 Dollar ab, was dem tiefsten Stand seit Mitte November entsprach. Anschließend folgte eine Gegenbewegung bis auf 7 487, ehe sie am Abend mit einem Plus von 6,1 % bei 7 297 Dollar lag. Zuletzt wurde die Cyber-Devise von zunehmenden Befürchtungen über regulatorische Einschränkungen sowie von der Einstellung von Bitcoin-Geschäften durch die Finanzbranche belastet. Zudem kommt es vermehrt zu Panikverkäufen. Defizit ausgeweitetDer Dollar war auch am Dienstag gefragt und legte den dritten Tag in Folge zu. Der Euro sank bis auf 1,2313 Dollar und damit auf das niedrigste Niveau seit dem 24. Januar. Am frühen Abend ging die Währung mit einem Abschlag von 0,2 % zu 1,2344 Dollar um. Keinen nennenswerten Einfluss auf die Kursbildung hatte die Bekanntgabe des amerikanischen Handelsbilanzdefizits vom Dezember. Es lag bei 53,1 Mrd. Dollar, was dem höchsten Fehlbetrag seit dem Jahr 2008 entspricht. Die von Bloomberg befragten Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich ein Defizit von 52,1 Mrd. Dollar erwartet. Die Ausweitung war auf die starke Nachfrage der robusten US-Wirtschaft und damit deutlich anziehende Einfuhren zurückzuführen. Die Commerzbank geht von nachgebenden Euro-Kursen aus und erwartet die Währung im Juni bei 1,21 und im Dezember bei 1,18 Dollar. Nach Meinung der Bank ist die Dollar-Schwäche fundamental nicht gerechtfertigt. “Da die Fed einen aggressiveren Straffungskurs fährt als die meisten anderen G 10-Zentralbanken, sollte der Dollar in diesem Jahr vom sich ausweitenden Zinsvorteil profitieren können”. Da die Fed dann im kommenden Jahr bereits vergleichsweise hohe Zinsniveaus erreicht habe, dürfte die Stärke des Dollar im Jahr 2019 auslaufen, wenn die strafferen Geldpolitiken der anderen G 10-Zentralbanken langsam Fahrt aufnähmen. Ende 2016 erwartet die Bank den Euro bei 1,26 Dollar.