Brent-Ölpreis gerät deutlich unter Druck
Brent-Ölpreis gerät deutlich unter Druck
ku Frankfurt – Der Preis der wichtigsten Rohölsorte Brent Crude hat zum Wochenauftakt nachgegeben. Die Notierung sank um 1,4 % auf 62,82 Dollar je Barrel. Am Markt wurde darauf verwiesen, dass auch in der Woche per 1. Dezember die Zahl der aktiven Ölbohrstellen in den USA weiter gestiegen ist, wenn auch nur leicht um zwei auf 749, wie der US-Ölbohrdienstleister Baker Hughes mitteilte. Gegenüber dem Stand von vor einem Jahr von 477 aktiven Plattformen hat sich damit ein kräftiges Wachstum ergeben.Der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih sagte derweil, er rechne damit, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auch in der zweiten Jahreshälfte 2018 bei ihrer jetzt beschlossenen Verlängerung der Förderkürzungen bleibt. Am Donnerstag vergangener Woche hatten die Opec und verbündete Länder wie Russland beschlossen, ihre Produktionsbeschränkungen von insgesamt 1,8 Mill. Barrel pro Tag (bpd) bis Jahresende 2018 zu verlängern. Auf russischer Seite gibt es allerdings Bedenken, weil befürchtet wird, dass das Ziel der deutlichen Senkung der globalen Lagerbestände schon eher erreicht werden könnte. Deshalb hatte Russland zunächst auf eine Verlängerung um nur sechs Monate gedrängt. Allerdings räumte al-Falih ein, die Produzenten würden wohl bereits im Juni mit Diskussionen darüber beginnen, wann eine Wiederanhebung der Förderung sinnvoll ist.Der Goldpreis ist am Montag deutlich unter Druck geraten. Er gab um 0,5 % auf 1 274,06 Dollar je Feinunze nach. Händler sagten, dem Goldpreis mache der festere Dollar zu schaffen. Am Markt wird mit einem weiteren Anstieg der US-Devise gerechnet, mit Blick darauf, dass Präsident Donald Trump mit seinen Plänen für eine umfassende Steuerreform fast am Ziel ist.Nach Ansicht von technischen Analysten würde sich zusätzliches Abwärtspotenzial bei Gold ergeben, wenn der Preis unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt, der sich aktuell bei 1 266 Dollar befindet.