ANLEIHEN

Bund bringt Langläufer problemlos am Markt unter

Anleger blicken heute auf Auktion in Spanien

Bund bringt Langläufer problemlos am Markt unter

kjo Frankfurt – Der Bund hat zur Wochenmitte keine Schwierigkeiten gehabt, seine Langläufer am Markt unterzubringen. Es gab zwar keine überbordende Nachfrage, aber auch keine Auktion mit Unterdeckung. Am Markt wurde das Auktionsergebnis als in Ordnung eingestuft.Die Deutsche Finanzagentur, die für das Liquiditäts- und Schuldenmanagement des Bundes verantwortlich ist, stockte die im Vormonat neu emittierte 30-jährige Bundesanleihe auf. Das Volumen des bis 2048 laufenden Titels wurde um 1 auf nunmehr 3 Mrd. Euro erhöht. Seitens der Banken aus der Bietergruppe Bundesemissionen – dies sind die in- und ausländischen Häuser, mit denen der Bund sein Primärmarktgeschäft abwickelt – kamen Bietungen über 1,335 Mrd. Euro, so dass ausreichend Nachfrage vorhanden war. Von den Bietungen entfielen 439 Mill. Euro auf Kursgebote und 896 Mill. Euro auf Gebote ohne Kursangabe. An der Auktion beteiligten sich 26 der 36 Mitglieder zählenden Bietergruppe. Sie gaben 44 Gebote ab, teilte die Finanzagentur mit.In die Zuteilung gingen Papiere im Umfang von 807,4 Mill. Euro ab einem Kurs von 100,66 %. Der gewogene Durchschnittskurs lag bei ebenfalls 100,66 %. Die Anleger bekamen das Papier zu einer durchschnittlichen Rendite von 1,22 %. Bei der Neuemission dieser Anleihe im vorigen Monat lag die Rendite etwas höher, und zwar bei 1,27 %. Die Überdeckung war gestern bei 1,7. Papiere für 192,6 Mill. Euro gingen in die sogenannte Marktpflegequote. Dies ist der Eigenbestand des Bundes. Die Platzierung der Papiere am Sekundärmarkt übernimmt aber die Finanzagentur.Heute richten die Bondinvestoren den Blick auf Spanien. Bislang färbte der Katalonien-Konflikt nicht auf den Marktzugang von Spanien ab. Die Schuldenmanager des Landes waren bisher immer in der Lage, ihre Schuldpapiere zu platzieren. Heute treten sie mit Anleihen auf. Über die vier Laufzeiten 2021, 2025, 2027 und 2046 sollen 4 bis 5 Mrd. Euro aufgenommen werden.