Bund nimmt 2 Mrd. Euro weniger auf als geplant
Bund nimmt 2 Mrd. Euro weniger auf als geplant
ck Frankfurt – Der Bund wird im zweiten Quartal ein niedrigeres Volumen emittieren, als im Dezember angekündigt wurde. Wie die Finanzagentur mitteilte, sinkt das Emissionsvolumen um 2 Mrd. Euro, womit das geplante Jahresvolumen der festverzinslichen Kapitalmarktpapiere von 183 auf 181 Mrd. Euro reduziert wird. Umgesetzt wird die Reduktion bei den auf den 16. Mai und den 6. Juni angesetzten Aufstockungen der zehnjährigen 0,5 %- Bundesanleihe und der 0 %-Bundesobligation. Hier werden die Volumina um jeweils 1 auf 2 Mrd. Euro gesenkt. Der Finanzierungsbedarf des Bundes und seiner Sondervermögen habe sich seit Jahresbeginn 2018 reduziert, so die Finanzagentur.Die Euro-Staatsanleihen wurden gestern von der deutlich verstärkten Risikoaversion getrieben. Dadurch sank die laufende Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe bis auf 0,52 %, was dem niedrigsten Stand seit dem 12. Januar entsprach. Zuletzt lag sie 6 Stellen niedriger als am Vortag bei 0,53 %. Auch die Peripherieanleihen tendierten fester. Die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe erreichte mit 1,87 % den tiefsten Stand seit dem 19. Dezember und lag zuletzt 4,5 Stellen niedriger bei 1,89 %.Am Primärmarkt hielten sich die Aktivitäten erneut in Grenzen. Auf starke Nachfrage stieß eine erstrangige Anleihe der irischen AIB Group mit einer fünfjährigen Laufzeit und einem Volumen von 500 Mill. Euro. Dafür sammelten sich Orders für mehr als 2,25 Mrd. Euro an. Angesichts der regen Nachfrage konnte der Spread im Verlauf des Prozederes deutlich reduziert werden. Nach ersten Indikationen von 130 bis 135 Basispunkten (BP) wurde der Titel zu 115 BP über der Swap-Mitte platziert. Die Federführung hatten BNP Paribas, Goldman Sachs, J.P. Morgan, Morgan Stanley, und UBS. Moody’s und Standard & Poor’s (S & P) benoten die Emittenten mit “Ba 2” und “BB +”.Kein Platzierungsproblem hatte auch Fairfax Financial mit einer erstrangigen zehnjährigen Anleihe im Volumen von 600 Mill. Euro. Bei Orders für mehr als 1 Mrd. Euro konnte der ursprünglich um 200 BP angepriesene Titel mit einem Kupon von 2,75 % zu 190 BP über der Swap-Mitte untergebracht werden. Die Federführung teilten sich Bank of America Merrill Lynch, Barclays, BNP Paribas, Deutsche Bank und Royal Bank of Canada. Moody’s und S & P erteilen der Emittentin die Noten “Baa 3” und “BBB -“.