China-Daten treiben Ölnotierungen
China-Daten treiben Ölnotierungen
ck Frankfurt – Mit Gewinnsprüngen haben die in den letzten Wochen stark gedrückten Ölpreise gestern auf ermutigende Daten aus China reagiert. Die Notierung der Nordseesorte Brent stieg um bis zu 4,4 %, ehe die Aufwärtsbewegung an Fahrt verlor. Am frühen Abend blieb noch ein Plus von 0,2 % auf 22,80 Dollar. Der Preis der US-Sorte WTI lag mit einem Gewinn von 1,8 % bei 20,46 Dollar.Der chinesische Einkaufsmanagerindex, der im Februar auf ein Rekordtief von 35,7 Punkten abgesackt war, ist im März überraschend deutlich auf 52 Zähler gestiegen. Hinzu kam die Nachricht, dass sich Russland und die USA um eine Stabilisierung der Energiemärkte bemühen wollen. Die Ölminister beider Länder, Alexander Nowak und Dan Brouillette, werden entsprechende Gespräche führen.Auch an den Aktienmärkten sorgten die Daten aus China für Auftrieb. Der Dax stieg bis auf 10 096 Zähler, um dann aber bis auf 9 709 Punkte zurückzufallen. Am Nachmittag legte er wieder zu, nachdem amerikanische Konjunkturdaten weniger schlimm als erwartet ausgefallen waren. Das US-Verbrauchervertrauen ist von Februar auf März von 132,6 auf 120 Punkte und damit auf das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2017 gefallen. Laut Reuters war der Konsens allerdings auf 110 Zähler eingestellt. Zuletzt lag der Dax mit einem Gewinn von 1,2 % bei 9 936 Punkten. Europaweit waren Aktien von Ölkonzernen gestern stark gefragt.Der Kapitalmarkt zeigte sich erneut sehr aufnahmebereit. Belgien erzielte sogar ein Rekordorderbuch im Segment der Staaten, supranationalen Emittenten, Gebietskörperschaften und halbstaatlichen Emittenten. Für eine siebenjährige syndizierte Anleihe im Volumen von 8 Mrd. Euro wurden Orders für mehr als 57 Mrd. Euro abgegeben. Auch Unternehmensanleihen waren stark gefragt. Eon zog mit einem 750 Mill. Euro schweren Green Bond Orders für mehr als 7,2 Mrd. Euro an. – Berichte Seiten 13 und 20