Corporates und Staatsanleihen gefragt
Corporates und Staatsanleihen gefragt
wbr Frankfurt – An den Aktienmärkten gab es am Mittwoch aus Angst vor den Folgen der Covid-19-Pandemie erneut Verluste. Der deutsche Leitindex Dax schloss bei 9 545 Punkten und verlor 3,9 %. Noch am Dienstag hatte es der Dax zwischenzeitlich über 10 000 Punkte geschafft. Der Euro Stoxx 50 sank um 4,3 %. Im frühen US-Handel büßte der Dow Jones 2,9 % ein.Bei den Einzelwerten gab es erneut starke Verluste beim Triebwerksbauer MTU, der um 10,1 % nachgab. Seit Beginn der Talfahrt hat die Aktie mehr als 50 % eingebüßt. Die Autobranche und Lufthansa verloren ebenfalls überdurchschnittlich.Erneut stark gefragt waren Anleihen. Für die Euro-Corporates ist diese Woche bereits jetzt die emissionsstärkste Woche in der Geschichte. Es kamen bislang Eurobonds von Unternehmen in der Gemeinschaftswährung über 25,7 Mrd. Euro an den Markt. Damit wurde der Rekord von 23,1 Mrd. Euro aus der zweiten Septemberwoche 2019 eingestellt. Gestern kamen etwa Papiere von Iberdrola und der Deutschen Bahn, die stark nachgefragt wurden. Der Run auf Staatsanleihen hat zur Wochenmitte ebenfalls angehalten. Es waren erneut hohe Überzeichnungen zu beobachten. Portugal beispielsweise ging am Mittwoch mit einer siebenjährigen Anleihe an den Start. Die Orderbücher wurden beim Stand von mehr als 30 Mrd. Euro geschlossen. Der Bond wurde am Ende 5 Mrd. Euro schwer.An den deutschen Börsen hat die Coronakrise im März für enorm hohe Handelsumsätze gesorgt. So steigerte der Terminmarkt Eurex sein Volumen im Vorjahresvergleich um 45 % auf 296 Millionen Kontrakte und stellte damit einen Rekord auf. An den von der Deutschen Börse verwalteten Plattformen Xetra, Börse Frankfurt und Tradegate stieg der Umsatz um 131 % auf 300,7 Mrd. Euro. Der Xetra-Handel erreichte mit 259,6 Mrd. das höchste Volumen seit dem Januar 2008 (292,8 Mrd. Euro). – Berichte Seiten 13 und 20