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Dax bleibt wieder vor 13 000 hängen

Erleichterung wegen noch ausgesetzter Unabhängigkeitserklärung Kataloniens stützt den Ibex 35

Dax bleibt wieder vor 13 000 hängen

ku Frankfurt – Der deutsche Aktienindex Dax ist auch am Mittwoch an der Marke von 13 000 gescheitert. In der Spitze kletterte er am Morgen bis auf 12 976 Punkte. Die Anleger reagierten damit erleichtert darüber, dass die katalanische Regierung unter ihrem Chef Carles Puigdemont nicht sofort die Unabhängigkeit der spanischen Region in Kraft gesetzt hat. Später setzten dann Verluste ein, so dass der Dax bis auf 12 925 Punkte abrutschte. Aus dem Handel ging er mit 12 971 Punkten, ein Plus von 0,2 % gegenüber Vortag. Der Euro Stoxx 50 legte leicht um 0,2 % auf 3 608 Zähler zu.Am Markt hieß es, Anleger hielten sich auch deswegen zurück, weil die Situation in Katalonien keineswegs geklärt ist. So hat die katalanische Regierung die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet, ihr Inkrafttreten aber noch ausgesetzt. Die spanische Zentralregierung in Madrid ließ keine Bereitschaft zu Verhandlungen erkennen und drohte mit der Aussetzung der Autonomie und Selbstverwaltung der Region. Damit ist eine erneute Eskalation in den nächsten Tagen keineswegs vom Tisch. Allerdings zeigte sich der spanische Leitindex Ibex 35 mit einem Anstieg um 1,7 % auf 10 317 fest. Hier hatten sich die Anleger so positioniert, dass es zu einer unmittelbaren Konfrontation kommen würde, die allerdings vorerst nicht eingetreten ist.Wenig Eindruck machte auf die Marktteilnehmer, dass die Bundesregierung für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von immerhin 2 % erwartet. Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung der Akteure liegt darin, dass diese erst den Einstieg in die neue US-Quartalssaison abwarten wollen, bevor sie sich für einen weiteren Anstieg des Kursniveaus positionieren. Fest zeigten sich die beiden Versorger im Dax. RWE kamen auf ein Plus von 3,4 % auf 20,49 Euro, während Eon einen Anstieg von 2,9 % auf 9,86 Euro aufwiesen. Wie die britische Regulierungsbehörde für Energiepreise, Ofgem, mitteilte, sollen Pläne der Regierung, die Energiepreise zu deckeln, in diesem Winter noch nicht umgesetzt werden.Schwach zeigten sich im Dax BASF mit einem Minus von 0,8 % auf 89,24 Euro. Der Konzern räumte ein, einen Monat lang ein verunreinigtes Vorprodukt für die Matratzenherstellung ausgeliefert zu haben. Das Produkt TDI enthalte eine deutlich erhöhte Konzentration an Dichlorbenzol, das Haut und Atemwege reizt und unter dem Verdacht steht, Krebs zu verursachen.In den Reihen der Nebenwerte setzten sich Gea mit einem kräftigen Kursgewinn von 5,8 % auf 89,24 Euro in Szene. Der Hedgefonds Elliott des umstrittenen US-Milliardärs Paul Singer hat seinen Anteil an dem Unternehmen auf etwas mehr als 3 % ausgebaut. Erwartet wird, dass der aktivistische Investor Druck auf das Unternehmen ausübt, das erst im Juli eine Gewinnwarnung ausgesprochen hatte.Gerresheimer kamen auf ein Plus von 1 % auf 65,40 Euro. Zwar gab es im dritten Quartal einen Umsatzrückgang und die Jahresprognose wurde mit einem Fragezeichen versehen. Allerdings zeigten sich die Analysten von J.P. Morgan optimistisch.