AKTIEN

Dax kann Anfangsgewinne nicht halten

Blue-Chip-Index verliert 0,4 Prozent - Sorgen vor Ausweitung von US-Sanktionen belasten russische Titel

Dax kann Anfangsgewinne nicht halten

dm Frankfurt – Von den Luftschlägen der USA, Großbritanniens und Frankreichs am Samstag gegen syrische Anlagen, die laut dem US-Verteidigungsministerium zur Herstellung von Chemiewaffen genutzt wurden, haben sich die Investoren zu Wochenbeginn wenig beeindruckt gezeigt. Nach einer etwas höheren Eröffnung gerieten die Kurse im Handelsverlauf unter leichten Abgabedruck. Der Dax fiel um 0,4 % auf 12 391 Zähler, die Eurozone-Benchmark Euro Stoxx 50 gab um 0,2 % auf 3 441 Punkte nach. Technische Probleme haben an der Mehrländerbörse Euronext zu Handelsbeginn eine Indexberechnung verhindert. So konnten für den französischen CAC 40, den belgischen Bel 20, den niederländischen AEX und den portugiesischen PSI 20 zunächst keine Notierungen gestellt werden. Kurz vor 10 Uhr erklärte Euronext dann, das Problem sei gelöst. Aktienkassa- und Terminhandel waren davon nicht betroffen.Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von Lufthansa, die um 1,6 % auf 26,91 Euro stiegen. Am Markt wurde auf die sinkenden Notierungen am Ölmarkt verwiesen. Volkswagen-Vorzüge gaben um 2,9 % auf 172,14 Euro nach. Hier bestimmte die Nachricht, dass der Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN, an welchem Volkswagen die Mehrheit hält, in den nächsten zwölf Monaten aufgespalten werden und das Nutzfahrzeuggeschäft von Volkswagen dann womöglich an die Börse gebracht werden soll. Die Aktien von MAN notierten am Montag mit 96,20 Euro rund 0,2 % höher als am Freitag. Die Papiere von Renk stiegen dagegen um 2,7 % auf 115 Euro. Der Rüstungs- und Getriebekonzern gehört zu 76 % MAN und könnte womöglich von neuen Freiheiten im Zuge einer Neuordnung der Beteiligungen profitieren. Deutsche Bank gaben um 0,9 % auf 11,60 Euro nach. Die Europäische Zentralbank verlangt von dem Institut, eine Modellrechnung für die Abwicklung seines Handelsgeschäfts zu simulieren.Zu den größten Verlierern zählten die Aktien des Softwareunternehmens Software AG, die im TecDax 6,1 % auf 40,12 Euro einbüßten. Rocket Internet stiegen nach Bekanntgabe eines Aktienrückkaufprogramms über bis zu 370 Mill. Euro oder rund 9 % des Grundkapitals um 1,7 % auf 25,30 Euro. Die Aktien des britischen Werbekonzerns WPP verloren in London nach dem Rücktritt des langjährigen CEO Martin Sorrell 6,5 % auf 1 111 Pence.In Hongkong brachen die Aktien des russischen Aluminiumkonzerns Rusal um 30,4 % auf ein Rekordtief von 1,43 Hongkong-Dollar ein. In London verloren zudem die Aktien des russischen Edelmetallkonzerns Polymetal 9,5 % auf 611 Pence. Die Ankündigung der USA, weitere Sanktionen gegen russische Unternehmen im Zusammenhang mit dem Konflikt in Syrien auszusprechen, belastete hier, hieß es.