Dax löst sich von Ölpreisturbulenzen
Dax löst sich von Ölpreisturbulenzen
ck Frankfurt – Die Aktienmärkte haben sich am Mittwoch von den Preiskapriolen an den Ölmärkten lösen können. Trotz zunächst weiter einbrechender Ölnotierungen legten sie im frühen Geschäft zu, um die Gewinne am Nachmittag moderat auszubauen, als die Ölpreise scharf anzogen. Der Dax stieg bis auf 10 425 und schloss mit einem Plus von 1,6 % bei 10 415 Zählern, der Euro Stoxx 50 legte um 1,6 % auf 2 835 Punkte zu.Die Aktien der Ölbranche erholten sich mit einem Plus von 5 % im entsprechenden Stoxx-Sektorindex deutlich. So gewannen etwa Royal Dutch und BP 6,8 % bzw. 6,4 %. Die Aktie des Ölservice-Unternehmens SBM Offshore, die am Vortag 8,6 % eingebüßt hatte, schloss nach sehr schwachem Start mit 0,2 % im Plus. Für Aufsehen sorgten Biontech (ADR in Frankfurt) die um bis zu 60,7 % anzogen und am Abend mit 13,8 % im Plus lagen. Das Unternehmen hat die Genehmigung für klinische Tests eines möglichen Corona-Impfstoffs erhalten. Lufthansa erreichten bei 7,79 den tiefsten Stand seit dem Jahr 2003, um als zweitschwächster Dax-Wert mit einem Minus von 1,8 % bei 7,85 Euro zu schließen. Kering-Erlös enttäuschtDas Geschäft wurde stark von den Unternehmensberichten geprägt. So büßte in Paris die Aktie des Luxusgüterkonzerns Kering 5,6 % auf 461,75 Euro ein. Der Umsatz der Tochter Gucci ist im ersten Quartal deutlicher eingebrochen als erwartet. Zudem äußerte sich Kering den Aussichten des entscheidenden chinesischen Marktes skeptisch und kürzte ihre vorgeschlagene Dividende von 11,50 auf 8 Euro. Independent Research stufte die Aktie von “Kaufen” auf “Halten” herab und reduzierte ihr Kursziel von 570 auf 510 Euro. Der Umsatz des ersten Quartals sei mit einem Rückgang um 15 % schwächer als befürchtet ausgefallen. In Amsterdam verloren Heineken 3 %. Der Brauereikonzern warnte, dass die Auswirkungen des sinkenden Bierkonsums auf seine Ergebnisse durch die Schwäche der Schwellenländerwährungen verschlimmert werden könnten. Akzo Nobel legten dagegen um 8 % zu. Der Farbenproduzent konnte sein bereinigtes operatives Ergebnis in den ersten drei Monaten im Vorjahresvergleich um 31 % auf 214 Mill. Euro steigern, warnte aber, dass sich die Auswirkungen der Pandemie im zweiten Quartal stärker niederschlagen werden.