Dax zeigt sich am Mittag schwächer
Dax zeigt sich am Mittag schwächer
dpa-afx/Reuters Frankfurt
Der deutsche Aktienindex Dax zeigt sich am Freitag schwächer. Bis zum Mittag büßte er 0,2% auf 15.956 Punkte ein. Der Euro Stoxx 50 ermäßigte sich um 0,2% auf 4.290 Zähler zu. Händler sprachen von einer ereignisarmen Woche, die heute zu Ende geht. Anleger hätten sich mit Blick auf die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve in der neuen Handelswoche zurückgehalten. Gemäß den Fed Funds Futures wird derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 73% dafür gesehen, dass die Fed aktuell den Leitzins nicht erhöht, dafür aber im Juli.
Unter Druck gerieten im Dax Symrise, die 4,2 % auf 92,26 Euro einbüßten. Die Analysten von Warburg Research hatten am Vortag des Kursziel für die Aktie auf 104 Euro gesenkt.
Die asiatischen Aktienmärkte waren überwiegend fester. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verzeichnete ein kräftigen Anstieg um 2% auf 32.265 Yen. Es handelt sich damit nun schon um die neunte Woche in Folge mit Kursanstiegen. Der Hang Seng aus Hongkong kletterte um 0,5% auf 19.390 Punkte, der Shanghai Composite um 0,6% auf 3.231 Zähler.
Der Greenback war am Freitagmittag etwas fester. Der Dollar-Index, der den Wert der US-Devise gegenüber den Währungen der sechs wichtigsten Handelspartner angibt, kletterte um 0,2%. Der Euro büßte 0,2% auf 1,0757 Dollar ein. Das britische Pfund wurde zu 1,2537 Dollar gehandelt, ein Abschlag gegenüber Vortag um 0,1%. Die japanische Währung gab um 0,5% auf 139,64 Yen je Dollar nach. Die türkische Lira, die am Mittwoch mehr als 7% eingebüßt hatte, zeigte erneut Schwäche. Sie gab um 1,5% auf 23,26 je Dollar nach. Damit fand keinen positiven Niederschlag an den Märkten, dass der türkische Präsident Reccep Tayyip Erdogan mit Hafize Gaye Erkan eine US-Bankerin zur Chefin der türkischen Zentralbank ernannte.
Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries kletterter minimal um vier Ticks auf 3,751%. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen war mit 2,421% unverändert.
Der Preis der wichtigsten Rohölsorte Brent Crude stieg um 0,3% auf 76,22 Dollar je Barrel. US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 0,3% auf 71,51 Dollar. Derzeit sieht es gleichwohl danach aus, dass der Ölpreis die zweite Woche in Folge nachgibt. Marktteilnehmer verweisen auf die starken Konjunktursorgen hinsichtlich der Lage in den USA und in Europa, dass sich nun in der Rezession befindet. Zudem ist die Erholung in China schwächer als gedacht. Am Vortag war der Ölpreis deutlich unter Druck geraten, nachdem es Berichte gab, dass es nun doch eine Übereinkunft zwischen den USA und dem Iran mit Blick auf das iranische Atomprogramm kommen könnte. Dies würde bedeuten, dass deutlich mehr iranisches Öl auf den Weltmarkt zurückkehrt. Inzwischen wurde dieser Bericht jedoch von der amerikanischen und der iranischen Seite dementiert, wonach sich der Ölpreis am Freitag wieder etwas erholte. Der Goldpreis gab leicht um 0,3% auf 1961,99 Dollar je Feinunze nach.
