Finanzmärkte

Dax profitiert vom US-Schuldendeal

Der Dax profitierte am Freitag von dem Schuldendeal in Washington. Er kletterte über die Marke von 16.000 Punkten.

Dax profitiert vom US-Schuldendeal

Aktien profitieren vom US-Schuldendeal

Dollar zeigt sich etwas fester – Ölpreis legt kräftig zu – Blick auf die Opec

ku Frankfurt

Mit Erleichterung habe die Akteure an den Kapitalmärkten darauf reagiert, dass das Gesetz zur Anhebung der Schuldengrenze in den USA den Kongress passiert hat. Der Dax verzeichnete ein kräftiges Plus von 1,3% auf 16.051 Punkte. Er kletterte damit wieder über die Marke von 16.000 Punkten. Der Euro Stoxx 50 legte sogar um 1,6% auf 4.324 Zähler zu.

Sehr fest zeigten sich die Immobilienwerte. Händler verwiesen auf nachlassende Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der noch anstehenden Zinserhöhungen. Vonovia verzeichneten einen Anstieg von 5,2% auf 17,85 Euro, LEG Immobilien verteuerten sich um 5,6% auf 50,66 Euro und TAG Immobilien um 5,8% auf 7,99 Euro. Zu den Gewinnern gehörten auch die Sportartikelhersteller. Sie profitierten davon, dass der Yoga-Bekleidungshersteller Lululemon positiv beurteilte Ergebniszahlen vorlegt. Daraufhin kletterten Adidas um 5,8% auf 159,52 Euro und Puma um 6,4% auf 47,21 Zähler.

Etwas fester zeigte sich zum Wochenausklang der Greenback. Der Dollar-Index, der den Wert der US-Devise gegenüber den Währungen der sechs wichtigsten Handelspartner angibt, liegt um 0,3% zu. Der Greenback profitierte davon, dass gemäß den Monatsbericht vom US-Arbeitsmarkt im Mai außerhalb der Landwirtschaft 339.000 zusätzliche Jobs geschaffen wurden, was einen Anstieg gegenüber dem  April-Wert von 253.000 bedeutet und die Konsensschätzung von 190.000 Stellen deutlich übertrifft.

Der Euro verzeichnete ein Minus von 0,3% auf 1,0726 Dollar. Er verzeichnete damit Gewinnmitnahmen gegenüber dem Niveau vom Donnerstag, als die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, angemerkt hatte, dass weitere Zinserhöhungen notwendig seien.

Die Notierung der wichtigsten Rohölsorte Brent Crude legte kräftig um 2,1% auf 75,82 Dollar je Barrel zu. US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 2,1% auf 71,60 Dollar. Marktteilnehmer sagten, die Tatsache, dass die Anhebung der Verschuldungsgrenze in den USA nun durch das Parlament gegangen sei, sorge für eine positive Stimmung. Daher wurde am Markt auch weitgehend ignoriert, dass der amerikanischer Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) auf 46,9 Punkte gefallen ist. Werte unterhalb von 50 zeigen Kontraktion an, insofern berichtet der Index von einer deutlichen Rezession in der verarbeitenden Industrie in den USA.

Mit Spannung warten die Marktteilnehmer auf die für den Sonntag anstehende nächste Sitzung des Kartells Opec plus, auf der die Förderquote beraten wird. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung aus vier Quellen innerhalb des Kartells, es sei nicht mit einer weiteren Kürzung der Ölversorgung durch die Mitgliedsländer zu rechnen. Dies sagte auch der stellvertretende russische Premierminister Alexander Nowak.