AKTIEN

Dax steigt auf höchsten Stand seit Ende Juni

Euro-Schwäche stützt den Index - MDax verfehlt Rekordhoch um Haaresbreite

Dax steigt auf höchsten Stand seit Ende Juni

ck Frankfurt – Am Mittwoch ist den europäischen Aktienmärkten ein Durchbruch gelungen. Der Dax erreichte bei 12 685 den höchsten Stand seit dem 29. Juni und schloss mit einem Plus von 0,4 % bei 12 657 Zählern, der Euro Stoxx 50 legte um 0,6 % auf 3 557 Punkte zu. Der MDax stieg bis auf 25 764,71 und verpasste sein Rekordhoch von 25 765,36 nur um Haaresbreite, ehe er mit einem Plus von 0,1 % bei 25 716 Zählern schloss. Bankenaktien ziehen anGestützt wurde der Dax unter anderem von der erneuten Schwäche des Euro. Die US-Notenbankgouverneurin Janet Yellen hatte erklärt, es sei unklug, mit Leitzinserhöhungen zu warten, bis die Inflation das Ziel von 2 % erreiche. Die Zinsfantasie trieb die Aktien der Bankenbranche. Deren Stoxx-Index erreichte bei 189 das höchste Niveau seit dem 9. August und schloss als stärkster Branchenindex mit einem Gewinn von 2 % bei 188 Punkten. Commerzbank und Deutsche Bank waren mit Gewinnen von 2,9 % und 2,7 % die zweit- und drittstärksten Titel des Dax. Es gab aber auch Verlierer der Zinsfantasie. Die Immobilienwerte gerieten unter Druck. Vonovia gaben als schwächster Dax-Wert 1,5 % ab. Die sechs Immobilientitel des MDax gaben durchweg nach, darunter vor allem Deutsche Euroshop mit einem Verlust von 2,5 %. Alstom sehr festZur guten Stimmung trug auch die Fusion der Bahnsparten von Siemens und Alstom bei. Siemens stiegen um 1,2 %. Alstom erreichten bei 36,50 Euro das höchste Niveau seit sechs Jahren und schlossen mit einem Gewinn von 4,3 % bei 35,07 Euro. Die Aktie von Bouygues, des zweitgrößten Alstom-Aktionärs, stieg auf ein Siebeneinhalbjahreshoch von 40,30 und lag zuletzt mit einem Aufschlag von 2,9 % bei 40,29 Euro. Lufthansa erreichten mit 23,66 den höchsten Stand seit dem Februar 2001 und schlossen mit einem Plus von 3,3 % bei 23,655 Euro. Das Unternehmen gab bekannt, neue Langstreckenflüge anzubieten. Damit nutzt es die Lücke, die durch die von Air Berlin gestrichenen Langstreckenflüge entstanden ist.Am Tag nach der Vereinbarung des Verkaufs des Uniper-Anteils an die finnische Fortum legten Eon um 0,5 % auf 9,37 Euro zu. Die DZ Bank bestätigte gestern ihre Halteempfehlung und ihren Fair Value für die Aktie von 9,70 Euro. Die Verschuldungssituation des Unternehmens habe sich durch die Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer bereits deutlich verbessert. Mit dem sehr wahrscheinlichen Verkauf der Uniper-Anteile und den weiteren angedachten Maßnahmen (Nordstream-1-Auslagerung, Rückstellungsauflösungen, weitere Verkäufe) werde die Verschuldung wahrscheinlich deutlich unter das ursprüngliche Ziel von 20 Mrd. Euro fallen. Dies eröffne Spielraum für weitere Wachstumsinvestitionen. Ferner bestehe kein Widerspruch mehr zwischen Bilanzrelationen und der zuletzt erhöhten Ausschüttungsquote. Eon bietet damit ab 2018 wieder eine attraktive Dividendenrendite auf dem Niveau des Versorgersektors. Dies sei in den derzeitigen Bewertungsrelationen aber bereits weitgehend abgebildet.Unter Druck gerieten Hella, die 4,2 % einbüßten. Der Automobilzulieferer wies für das erste Geschäftsquartal für die Automobilsparte, den größten Bereich des Konzerns, eine um einen Prozentpunkt niedrigere Marge von 7,3 % aus.—– Berichte zu Siemens- Seiten 1 und 9