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Demonstrative Einigkeit könnte Ölmarkt stabilisieren

WTI-Notierung legt um 0,5 Prozent zu

Demonstrative Einigkeit könnte Ölmarkt stabilisieren

ck Frankfurt – Hoffnungen auf Förderkürzungen und ein Ende des Preiskriegs haben am Dienstag die Ölpreise gestützt. Die Notierung der US-Sorte WTI lag am frühen Abend mit einem Plus von 0,5 % bei 26,22 Dollar. Wie Bloomberg zwei Tage vor der Opec+-Konferenz unter Berufung auf an den Verhandlungen Beteiligte berichtete, sind Russland und Saudi-Arabien einer Vereinbarung recht nahe gekommen. Die russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass die Opec+-Staaten über im Mai startende dreimonatige Förderkürzungen sprechen. Noch ist unklar, ob sich die USA wie von den Opec+-Staaten erwartet an den Kürzungen beteiligen wird. Am Freitag wird voraussichtlich eine Konferenz der Energie-Minister der G20-Gruppe stattfinden. Nach einem eventuell möglichen US-Beitrag gefragt, erklärte US-Präsident Trump, dass er nicht gefragt worden sei und sich entscheiden werde, falls er gefragt werde. Am Donnerstagabend werde er der Opec+ dann seine Entscheidung mitteilen.Experten wiesen erneut darauf hin, dass die Kürzungen sehr substanziell ausfallen müssten, um den völlig überversorgten Ölmarkt zumindest ansatzweise in Richtung eines Gleichgewichts zu bringen. “Wir bleiben skeptisch, dass die Markterwartungen erfüllt werden”, so die Commerzbank. Vieles sei noch unklar, z.B. die zu erbringenden Kürzungen pro Land, das Ausgangsniveau der Kürzungen, Zeitpunkt und Dauer der Kürzungen, Kontrollmechanismen und die Zahl der beteiligten Länder. Der massive Rückgang der Nachfrage von mindestens 10 Mill. Barrel täglich könne durch die koordinierten Aktionen sämtlicher großer Ölexporteure nicht kurzfristig kompensiert werden. Eine Demonstration der Einigkeit und Entschlossenheit der Förderländer könnte der Bank zufolge jedoch zur Stabilisierung und Normalisierung des Ölmarktes beitragen.