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Der US-Dollar entwickelt sich zur Fluchtwährung

Euro rutscht unter 1,10 - Pfund fällt weiter deutlich

Der US-Dollar entwickelt sich zur Fluchtwährung

wbr Frankfurt – Am Dienstag hat sich an den Märkten die Bewegung in Richtung Dollar verstärkt. Dementsprechend kräftig gab der Euro nach. Im Tagesverlauf rutschte er unter die Marke von 1,10 Dollar und notierte am Abend bei 1,0980 Dollar – das entspricht einem Rückgang von 1,7 % im Vergleich zum Vortag. Marktbeobachter verwiesen auf die stetig neuen Einschränkungen in Europa, die das wirtschaftliche Wachstum bremsen dürften. Ein erstes Anzeichen für die schweren Folgen der Coronakrise lieferte der drastische Einbruch des ZEW-Indikators, der die Stimmung in der Wirtschaft misst. Der Wert fiel im März gegenüber dem Vormonat um 58,2 Punkte auf -49,5 Punkte.Weitere Kursverluste gab es beim britischen Pfund. Die Währung fiel um 1,8 % auf 1,2044 Dollar. Im Verlauf einer Woche hat die britische Währung im Handel mit dem Dollar bereits fast 9 % an Wert verloren. Nachdem die Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Großbritannien zunächst vergleichsweise gering waren, droht in dem Land jetzt ebenfalls eine starke Verbreitung mit entsprechenden Einschnitten.Einen weiteren Einbruch gab es für den australischen Dollar, der gegenüber dem US-Dollar 2 % verlor und damit seit Anfang vergangener Woche etwa 8 % einbüßte. Verluste verzeichnete auch der kanadische Dollar, der um 1 % zurückfiel. Selbst gegenüber Schweizer Franken und Yen – die als sichere Häfen gelten – legte der Dollar deutlich zu.