Dermapharm startet mit Abschlägen
Dermapharm startet mit Abschlägen
dm Frankfurt – Der Börsengang des Pharmaherstellers Dermapharm ist am Freitag in einem schwierigen Marktumfeld holprig verlaufen. Die Aktien starteten mit 28 Euro in den Handel, also genau auf Höhe ihres Ausgabepreises (vgl. BZ vom Freitag). Danach gerieten die Papiere unter Druck und fielen zeitweise bis auf 25,30 Euro, um 7,1 % tiefer bei 26,00 Euro aus dem Handel zu gehen. Damit beträgt die Börsenkapitalisierung rund 1,4 Mrd. Euro. Laut Analystenschätzungen dürfte Dermapharm im laufenden Geschäftsjahr rund 140 Mill. Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erzielen.Dermapharm sammelt brutto knapp 377 Mill. Euro ein. 13,455 Millionen Aktien (inkl. Mehrzuteilungsoption) kamen an den Markt, davon 3,84 Millionen Stück aus einer Kapitalerhöhung. Global Coordinator und Bookrunner ist die Privatbank Berenberg, Oddo BHF fungiert als Co-Lead Manager. Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung sollen zum Ausbau der Produktion und zur Ausweitung des internationalen Geschäfts verwendet werden sowie zur Teilrefinanzierung der Übernahme des Arzneimittelherstellers Trommsdorff. Das Portfolio von Dermapharm umfasst unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Dermatika, Kortikoide und Augentherapeutika (vgl. BZ vom 16. Januar 2018).Dermapharm ist der größte Börsengang im regulierten Markt in Frankfurt seit Befesa (November 2017). Für künftige Börsengänge ist der holprige Start indes kein besonders gutes Omen. Als Nächstes plant der Immobilienentwickler Instone (Emissionsvolumen bis 600 Mill. Euro) eine Privatplatzierung im Prime Standard am Donnerstag. Weitere Unternehmen haben ebenfalls Pläne für einen Börsengang angekündigt.