Godewind stößt beim IPO auf Gegenwind

Aktie gibt zum Debüt 6,3 Prozent ab

Godewind stößt beim IPO auf Gegenwind

ck Frankfurt – Die Aktie der Godewind Immobilien hat am Donnerstag ein enttäuschendes Börsendebüt gegeben. Bei einem Ausgabepreis von 4 fiel der Wert bis auf 3,40 und lag zum Handelsende bei 3,75 Euro. Damit brockte das Debüt den Erstzeichnern einen Verlust von 6,3 % ein. Zuvor hatte das vom ehemaligen WCM-Chef Stavros Efremidis geleitete Unternehmen bereits Abstriche machen müssen. Ursprünglich hatte es mit dem IPO 550 Mill. Euro einspielen wollen. Letztlich konnte es mit der Platzierung von 93,75 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung nur 375 Mill. Euro erlösen. Dabei wurden 5,1 Mill. Euro über das Zeichnungstool DirectPlace der Deutschen Börse platziert. Die Börsenbewertung des Unternehmens zum Ausgabepreis liegt bei 435 Mill. Euro. Die Aktie wird im Prime-Standard-Segment gelistet. Free Float bei 88,2 ProzentWCM-Gründer Karl Philipp Ehlerding reduziert mit dem Börsengang seine Beteiligung von knapp 60 % auf rund 7 %. Darüber hinaus baut u.a. die Ehlerding Beteiligungs GmbH ihren Anteil von 17 % auf 2 % ab. Der Streubesitz beläuft sich auf 88,2 %. Als Koordinatoren fungierten Citigroup und J.P. Morgan. Weitere Buchführer des Angebots waren Berenberg und Société Générale. Letztere übernimmt auch die Rolle des Designated Sponsor. Spezialist ist die Baader Bank. 2001 in Hamburg gegründet, bestand der ursprüngliche Unternehmensgegenstand im Handel von Aktien von Holding- und Immobiliengesellschaften. Im Jahr 2015 wurde der Unternehmensgegenstand verändert, um den Erwerb von Gewerbeimmobilien zu ermöglichen. Zudem zählen zu den Tätigkeiten des Unternehmens nun Verwaltung, Vermietung und Strukturierung der jeweiligen Objekte. Der Nettoerlös soll den Angaben zufolge denn auch “kurzfristig in Gewerbeimmobilienportfolios in Deutschland” investiert werden. Es ist vorgesehen, in “Büro-, Geschäfts- und Logistikimmobilien und sonstigen gewerblichen Immobilien” zu investieren. Im Vordergrund stehen Büroimmobilien. Das Unternehmen will sich auf sanierungsbedürftige Objekte fokussieren, die aufpoliert werden sollen. Mittelfristig will Godewind, die über Verlustvorträge in Höhe von 133 Mill. Euro verfügt, einen Wert von Assets under Management von 3 Mrd. Euro erreichen.