Gute Nachfrage für Spanien-Bond
Gute Nachfrage für Spanien-Bond
kjo Frankfurt – Am Dienstag haben sich die Emittenten wieder aus der Deckung gewagt, nachdem man es zum Wochenauftakt vorgezogen hatte, aufgrund der Alarmstimmung an den Märkten lieber in die Defensive zu gehen. Inzwischen hat sich die Situation ein wenig beruhigt. Sicherheit blieb zwar weiterhin bei den Investoren gefragt. Aber es konnten sich beispielsweise auch die am Vortag stärker unter Druck geratenen Italien-Bonds ein wenig stabilisieren.In den Reihen der Staaten ging Spanien mit einer 30-jährigen Anleihe an den Start. Zwar konnten sich die Iberer nicht über eine mangelnde Nachfrage für ihren Langläufer beschweren, allerdings blieb das Ordervolumen doch deutlicher hinter dem Rekordorderbuch zurück, das die Spanier im Januar mit ihrem zehnjährigen Deal erreicht hatten.In die Vermarktung ging der neue 30-jährige spanische Bond mit einer Spread-Vorgabe von “im Bereich von 89 Basispunkten (BP)”. Das wurde im weiteren Verlauf der Transaktion auf die Spread-Vorgabe von “im Bereich von 87 BP” eingekürzt. Die Orderbücher schwollen bis auf ein Volumen von mehr als 30 Mrd. Euro an, dann zogen aber später auch einige Investoren ihre Zeichnungsaufträge wieder zurück, so dass es am Ende bei einem Orderbuch von mehr als 18 Mrd. Euro blieb. Der Bond ging dann zum Spread von 86 BP an die Anleger. Die Rendite war bei 1,071 %, der Kupon bei 1 %. Er kam im Volumen von 5 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Im Januar brachten es die Spanier auf ein Ordervolumen von mehr als 52 Mrd. Euro – das war innerhalb der Eurozone seitens eines Staates das größte bislang erreichte Orderbuch. Leads waren gestern Barclays, BBVA, BNP Paribas, Crédit Agricole CIB, J.P. Morgan und Santander.Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) offerierte den Anlegern einen zehnjährigen Bond, der mit der Spread-Vorgabe von im Bereich von minus 8 BP in die Vermarktung gegeben wurde. Die Anleger bekamen das Papier dann auch zum Spread von minus 8 BP. Der Bond wurde 2 Mrd. Euro schwer, was vorab als Maximalvolumen kommuniziert war. Die Orderbücher wurden beim Stand von mehr als 2,5 Mrd. Euro geschlossen. Mit dieser Emission hat der ESM bereits das gesamte für das erste Quartal geplante Refinanzierungsvolumen realisiert.Aufgrund der Coronavirus-Ängste blieben die Bundesanleihen als Hort der Sicherheit bei den Anlegern gefragt. Die zehnjährige Bundrendite fiel auf das Viermonatstief von -0,52 % und war abends bei -0,51 % nach -0,48 % am Vortag.