Handelsstreit bremst Aktienmärkte
Handelsstreit bremst Aktienmärkte
sts Frankfurt – In einem vom Handelsstreit zwischen China und den USA geprägten Handel sind die europäischen Aktienmärkte mit leichten Kursgewinnen in die Woche gestartet. Nach einem starken Auftakt bis zum Mittag – der Dax rückte zeitweise bis auf 12 371 Punkte vor – fielen die Notierungen wieder etwas zurück. Der wichtigste deutsche Aktienindex beendete den Handel mit einem kleinen Plus von 0,2 % bei 12 262 Punkten, der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 legte ebenfalls um 0,2 % auf 3 413 Zähler zu.Zur Entspannung trugen zunächst Äußerungen von US-Präsident Donald Trump bei. Dieser hatte am Wochenende erklärt, er erwarte eine Einigung im Handelsstreit. Dann herrschte am Markt allerdings Zurückhaltung wegen einer für heute angekündigten Rede des chinesischen Staatschefs Xi Jinping, von der Hinweise im Handelsstreit mit den USA erwartet wurden. Der Euro notierte im späten europäischen Handel 0,4 % höher bei 1,2325 Dollar. Unterdessen standen die drei Schwellenländermärkte Russland, Türkei und Ungarn im Fokus der Akteure. In Reaktion auf die unerwartet harschen Sanktionen der USA gegen russische Unternehmen und Unternehmer gab die Börse in Moskau kräftig nach. Der in Dollar denominierte Leitindex RTS stürzte im Tagesverlauf um mehr als 12 %, der Euro verteuerte sich um 4 % auf 74,20 Rubel. Dagegen reagierte der Aktienmarkt in Budapest mit einem klaren Kursplus auf den deutlichen Wahlsieg von Ministerpräsident Viktor Orbán. Dieser sei zwar umstritten, garantiere aber wirtschaftliche Kontinuität, hieß es am Markt. Der Aktienindex Bux schloss mit einem Gewinn von 0,9 % bei 38 306 Punkten. Zugleich mussten für 1 Euro erstmals mehr als 5 türkische Lira gezahlt werden, weil das Misstrauen in die Wirtschaftspolitik des Landes steigt.—– Nebenstehender Kommentar- Wertberichtigt Seite 8- Berichte Seiten 6, 7, 17 und 18