ANLEIHEN

Hohe Nachfrage für Dollar-Bond des Irak

Erste alleinige Emission seit mehr als zehn Jahren

Hohe Nachfrage für Dollar-Bond des Irak

kjo Frankfurt – Der Irak ist gestern erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder als alleiniger Emittent an den internationalen Bondmärkten aufgetreten. Der Irak ging in den Dollar und entschied sich für einen 5,5 Jahre laufenden Titel, der offenkundig den Geschmack der Investoren traf. Denn die Lead-Banken – mandatiert waren Citigroup, Deutsche Bank und J.P. Morgan – bekamen Orders von mehr als 6,6 Mrd. Dollar zusammen. Das Marketing für den Bond begann mit einer Renditevorgabe von “niedrigen 7 %”. Später wurde das Papier mit der Renditevorgabe von “im Bereich von 7 %” vermarktet. Dieses Renditeniveau stuften Fondsmanager als attraktiv ein, lag es doch in etwa auf dem Niveau, das auch für die Ukraine gilt. Schlussendlich bekamen die Anleger den Titel zu einer Rendite von 6,75 %. Der von S & P und Fitch mit “B-” benotete Irak zurrte das Bond-Volumen mit 1 Mrd. Dollar fest. Der Staat hatte im Januar dieses Jahres zwar schon einmal 1 Mrd. Dollar via Bonds aufgenommen. Seinerzeit wurden die Titel aber zu 100 % von den USA garantiert. Dieses Mal trat der Irak ohne diese Unterstützung am Markt auf.Der Bund hatte bei der Versteigerung der zehnjährigen Anleihe keine ernsthaften Schwierigkeiten, ausreichend Käufer zusammenzubekommen. Die Deutsche Finanzagentur hatte von dem Papier mit einem Kupon von 0,50 % 3 Mrd. Euro im Angebot, womit die Emission auf 8 Mrd. Euro aufgestockt wurde. Seitens der Banken kamen Bietungen über 3,67 Mrd. Euro, wovon 1,236 Mrd. Euro auf Kursgebote und 2,434 Mrd. Euro auf Gebote ohne Kursangabe entfielen. In die Zuteilung gingen Papiere für 2,4156 Mrd. Euro ab einem Kurs von 100,13 %. Der gewogene Durchschnittskurs lag bei 100,14 %. Die Anleger bekamen das Papier zur durchschnittlichen Rendite von 0,49 %. Die Überdeckung lag bei 1,5. Titel für 584,4 Mill. Euro gingen in die Marktpflegequote für die Sekundärmarktoperationen.