Ifo-Rekordhoch treibt Euro über 1,19 Dollar

Hoffnung auf Opec-Deal lässt Ölpreis steigen

Ifo-Rekordhoch treibt Euro über 1,19 Dollar

kaz Frankfurt – Ein Rekordhoch beim Ifo-Konjunkturbarometer hat am Freitag dem Euro zum Sprung über 1,19 Dollar verholfen. Die Gemeinschaftswährung der Eurozone stieg nach Veröffentlichung der Zahlen um 0,7 % auf 1,1936 Dollar und begibt sich damit allmählich wieder in Richtung des Septemberhochs, als die 1,20-Dollar-Marke überschritten wurde.Die gute Stimmung in Deutschlands Geschäftsetagen sowie Hoffnungen auf Fortschritte bei der Regierungsbildung in Berlin haben auch den Dax zum Wochenschluss noch einmal befeuert. Der Blue-Chip-Index schloss am Freitagabend trotz des starken Euro mit 13 060 Punkten um 0,4 % im Plus. Auch der Euro Stoxx 50 legte nach Veröffentlichung der Ifo-Zahlen zu und stand bei Börsenschluss mit 3 582 Punkten um 0,3 % höher. Positive Impulse kamen auch von der Wall Street. Hoffnungen auf ein starkes Weihnachtsgeschäft ließen den S & P 500 und den Nasdaq 100 am Tag des “Black Friday”-Ausverkaufs auf Höchstwerte klettern.Tagessieger im Dax waren derweil BASF. Die Titel des Chemiekonzerns verbuchten ein Plus von 2,9 % auf 95,10 Euro. Zuvor hatte das Unternehmen Gerüchte über eine milliardenschwere Zusammenlegung seines Öl- und Gasgeschäfts Wintershall mit dem Konkurrenten Dea des russischen Milliardärs Michael Fridman bestätigt. Im MDax lag Osram nach einer Hochstufung der Titel auf “Kaufen” durch die Baader Bank mit + 1,09 % auf 70,95 Euro ganz vorn.Angeheizt von Berichten über einen nahenden Deal zwischen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und Russland zu den Öl-Förderbremsen legte die Nordseesorte Brent Crude um 0,3 % auf 63,59 Dollar zu. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte indes sogar auf ein Zwei-Jahres-Hoch, was Fachleute auf die teilweise Stilllegung der wichtigen Keystone-Ölpipeline zurückführten. Gold notierte am Abend mit 1 288 Dollar je Feinunze um rund 0,2 % tiefer.