Investoren rennen Staaten die Türen ein
Investoren rennen Staaten die Türen ein
kjo Frankfurt – Der Run auf Staatsanleihen in Europa ist ungebrochen. Selbst wenn an einem Tag gleich mehrere Staaten mit neuen Bonds auftreten, von Platzierungsschwierigkeiten ist weit und breit nichts zu sehen. Gestern kamen Spanien, Irland und Griechenland mit neuen Bonds. Daneben trat auch noch der Bund auf, und die Briten hatten auch noch Bondmaterial im Angebot. Die Emissionen waren zum Teil heftig überzeichnet, d. h. im hohen zweistelligen Milliardenbereich.Das Königreich Spanien brachte eine bis 2040 laufende Anleihe, über die 12 Mrd. Euro lockergemacht wurden, was angesichts eines Orderbuches von mehr als 78 Mrd. Euro für die Lead Managers kein Problem war. Der Bond zahlt einen Spread von 28 Basispunkten (BP) über den ausstehenden laufzeitgleichen Bonds des Landes.Irland offerierte eine 2030 fällige Anleihe und spülte damit 6 Mrd. Euro in die Staatskasse. Auch hier war das Bondvolumen für die Leads keine Schwierigkeit, hatten sie doch Orders von mehr als 69 Mrd. Euro eingesammelt. Der Bond ging zum Spread von 30 BP weg. In den Reihen der Peripheriestaaten der Eurozone trat auch noch Griechenland auf. Die Hellenen entschieden sich ebenfalls für das zehnjährige Laufzeitensegment. Der Bond zahlt den Anlegern einen Spread von 160 BP. Aufgenommen wurden hierüber 3 Mrd. Euro. Die Orderbücher von fast 16 Mrd. Euro, die ansonsten schon als Hingucker für die Hellenen gelten würden, erschienen beim Vergleich mit Spanien und Irland schon eher klein.Eine 30-jährige Anleihe von Großbritannien wurde zum Spread von 0,5 BP platziert. Das Bondvolumen war bei 9 Mrd. Pfund. Die Schuldenmanager bekamen Orders von mehr als 70 Mrd. Pfund herein. Daneben war auch noch der Bund aktiv und stockte die siebenjährige Anleihe um 3 Mrd. Euro auf nun 7 Mrd. Euro auf. Es gab Bietungen über insgesamt 4,772 Mrd. Euro. Zugeteilt wurden Papiere im Umfang von knapp 2,5 Mrd. Euro. Die Rendite des Papiers war bei – 0,47 %.