Italienischer Aktienmarkt stark unter Druck
Italienischer Aktienmarkt stark unter Druck
ku Frankfurt – Der italienische Aktienmarkt ist zum Wochenauftakt stark unter Druck geraten. Der italienische Leitindex FTSE Mib büßte zeitweise mehr als 2 % ein. Aus dem Handel ging er mit 20 784 Punkten, ein Minus gegenüber dem Stand vom Freitag von 2 %.In dem krisengeschüttelten Land werden baldige Neuwahlen immer wahrscheinlicher. So hat der frühere Premierminister Matteo Renzi, der inzwischen wieder Parteichef seiner linksliberalen Demokratischen Partei ist, in einem Interview mit der Tageszeitung “Il Messaggero” von der Perspektive einer Parlamentswahl bereits im September gesprochen. Renzi sprach sich für Wahlen am 24. September aus, damit am Tag der Bundestagswahl.Anleger fürchten einen Wahlsieg der regierungskritischen Bewegung “Fünf Sterne”, was auch die Perspektive einer neuerlichen Rettung des schwer angeschlagenen italienischen Bankensektors durch den Staat in Frage stellen würde. Dementsprechend zeigten sich am Montag die an der Mailänder Börse notierten Finanzwerte schwach. So büßten Ubi Banca 4,7 % auf 3,50 Euro ein. Banco BPM gaben um 3,9 % auf 2,92 Euro nach, während sich Unicredit um 4,3 % auf 15,87 Euro ermäßigten. Niedrige VoluminaAuf den deutschen Aktienmarkt schlug das allerdings kaum durch. In einem impulsarmen Handel bei sehr niedrigen Volumina wegen Feiertagen in den USA, Großbritannien und China verzeichnete der Dax ein leichtes Plus von 0,2 % auf 12 629 Punkte. Der Euro Stoxx 50 verharrte nahe dem Stand vom Freitag bei 3 579.Im MDax verzeichnete der Spezialchemiekonzern Lanxess einen Kurssprung von 6,7 % auf 67,48 Euro. Bei dem Konzern ist der US-Investor Warren Buffett über seinen Rückversicherer General Reinsurance (General Re) mit rund 3 % der Aktien eingestiegen. General Re gehört Berkshire Hathaway, der Investmentgesellschaft von Warren Buffett. Der deutliche Kursanstieg um 4,22 Euro erfolgte trotz der Tatsache, dass die Aktie am Montag ex Dividende gehandelt wurde. Die Ausschüttung je Aktie beträgt 70 Cent.Nach dem Sieg von Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt gab die Aktie des börsennotierten Fußballkonzerns aus dem Ruhrgebiet um 1,9 % auf 6,14 Euro nach. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Aktie hat sich binnen der vergangenen zwölf Monate um mehr als 50 % verteuert. Auf Sicht von fünf Jahren hat sich der Kurs fast verdreifacht.—– Wertberichtigt Seite 6