Karsten Kengeter soll entlastet werden
Karsten Kengeter soll entlastet werden
sts – Der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Karsten Kengeter, soll bei der Hauptversammlung des Unternehmens entlastet werden. Das sieht der Abstimmungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für die Hauptversammlung am 16. Mai vor. Laut der Einladung sollen trotz der laufenden Ermittlungen wegen Insiderhandels alle Vorstandsmitglieder, die im Geschäftsjahr 2017 amtierten, entlastet werden. Allerdings soll einzeln über die Entlastung jedes Vorstandsmitgliedes abgestimmt werden. Dies gilt laut Einladung auch für die Entlastung des Aufsichtsrates.Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft Kengeter wegen des Kaufs von Aktien im Rahmen eines zusätzlichen Vergütungsprogramms Insiderhandel vor und ermittelt auch gegen die Deutsche Börse. Der Manager hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Auch am Aufsichtsrat um seinen Vorsitzenden Joachim Faber war Kritik laut geworden, weil er das Vergütungsprogramm aufgelegt hatte, um Kengeter an das Unternehmen zu binden. Faber stellt sich bei der Hauptversammlung zur Wiederwahl als Aufsichtsratschef, wie die Börse bereits Anfang März mitgeteilt hatte.Der Aufsichtsrat des Konzerns soll außerdem wegen gestiegener Mitarbeiterzahlen auf 16 von zwölf Mitglieder aufgestockt und künftig je zur Hälfte mit Vertretern der Arbeitnehmer und Anteilseigner besetzt werden. Damit wird die Arbeitnehmerseite gestärkt, die bislang nur ein Drittel der zwölf Sitze innehatte.